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17.03.2010 21:58
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RZB-Börsenradio: Ein Tag für Romantiker - Sonnenschein und Frühlingsgefühle

Das Börsenradio ging am Mittwoch nach Marktschluss auf die wichtigsten Meldungen ein. Der Börse Express liefert die Zusammenfassung.

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Das RZB-Börsenradio berichtet von einer Wiener Börse in Frühlingsstimmung. Und dem sechsten Plustag in Folge. Der Leitindex ATX legte 1,11 Prozent auf 2609,49 Punkte zu.

Die Top-Aktie des Tages war Raiffeisen International, angefeuert durch gute Quartalszahlen der UniCredit. Auf den Plätzen folgen Andritz und OMV.

Das andere Ende der Kursskala führte Zumtobel an, hier folgen Intercell und die Telekom Austria.

Zahlen gab es von Mayr-Melnhof. Der Karton und Faltschachtelhersteller hat den Überschuss im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 um 0,5 Prozent auf mehr als 97 Millionen Euro gesteigert, das EBIT legt 9,5 Prozent auf 150 Millionen zu, der Umsatz fiel hingegen um 7,5 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Die Dividende soll unveränderte 1,7 Euro je Aktie betragen.

Das Börsenradio befragte RCB-Analysten Bernd Maurer zu seiner Interpretation des Zahlenwerks, die positiv ausfällt. Denn der Umsatzrückgang habe natürlich Spuren hinterlassen, aber vor einem Jahr hätte Maurer so geringe gedacht. Und erklärt: "Mayr-Melnhof hat zwei Sparten. Die eine produziert Karton für Faltschachtelproduzenten. Die andere Sparte ist eben diese Faltschachtelproduktion, in der etwa Verpackungen für Waschmittel-, Zigaretten-, Müsli und vieles mehr hergestellt werden. Und diese Sparte hat sich durch die Krise als nahezu unverletzt gezeigt. Vor einem Jahr wäre ich von deutlich stärkerem Umsatzrückgang ausgegangen. Die Entwicklung von MMK ist also positiv zu beurteilen, es war sehr gutes Jahr." Für Maurer bleibt aber abzuwarten, ob die steigende Argumentationskette aus steigender Arbeitslosigkeit, sinkende verfügbare Einkommen, niedrigere Konsumausgaben, nicht noch für stärkeren Druck auf Faltschachtelproduzenten sorgen wird.

Bei der Bank Austria haben sich die Vorsorgen für faule Kredite auf 2,2 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. In Osteuropa haben sich die Kreditrisikokosten verdreifacht. Trotzdem ist der Überschuss nur um zehn Prozent auf 1,2 Milliarden Euro gefallen.

Auch in Frankfurt schien die Sonne. Der DAX schaffte den Sprung über die Marke von 6000 Punkten. Wie auch in Wien wurde hier als Mitgrund für die gute Stimmung der Entscheid der US-Notenbank vom Vorabend genannt, die Zinsen weiter tief zu halten.

Zu den grössten Verlierern zählte Metro, wo es Spekulation um Anteilsverkäufe durch den Grossaktionär. Otto Beisheim gibt, der derzeit 13 Prozent hält. Metro selbst will nach Rückgängen im Vorjahr heuer wieder zulegen und konzentriert sich mehr auf das Grosshandelsgeschäft;

BMW will nach einem schmalen Gewinn 09 das heurige Ergebnis deutlich steigern, strebt im Automobilgeschäft für 2012 weiter eine EBIT-Marge von acht bis zehn Prozent an und will das auch durch Einsparung von sechs Milliarden Euro erreichen.

Linde erzielte 2009 rund 16 Prozent weniger Gewinn - 653 Millionen Euro. Rückläufig war auch der Umsatz, vor allem im Anlagenbau, das war Gasegeschäft fast stabil.
Die Deutsche Telekom legte einen neuen Strategieplan vor: Künftiger Umsatztreiber soll das mobile Internet sein, ab 2012 soll im Konzern wieder Wachstum erzielt werden.

Bayer ist weiter optimistisch, heuer ein EBITDA von etwa sieben Milliarden Euro zu erreichen; Porsche erwartet im Gesamtjahr durch die VW-Übernahme ein Milliardenminus.

Die Sendung runden Berichte über das Geschehen im EuroStoxx sowie London ab.

Hinweis: Dieser Beitrag erscheint in Kooperation mit der RZB. Reinhör-Link zu den kompletten Inhalten: http://www.rzb.at/boersenrad...

Das RZB-Börsenradio liefert Ihnen eine tägliche Zusammenfassung der Ereignisse an der Wiener Börse und den wichtigsten europäischen Börsenplätze. Der aktuelle Audio-Beitrag ist täglich nach Börseschluss, spätestens ab 19.00h, abrufbar.
 
gill
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Finanztransaktionssteuer - Rechnung der Regierung sorgt bei Experten für Kopfschütteln2012-02-12 13:53:57
DOK
253 Postings
seit 2008-09-08
> 50 Mrd. € BUST?2012-02-12 18:13:08


Da liegt wohl ein (Freud`scher) Fehler vor. Es können wohl nur 50 Mio. € gewesen sein ...

Man sollte bei diesen Milchmädchenrechnungen nicht vergessen, dass die div. Regierungen (insbesondere unter der SPÖ) seit Jahrzehnten, zuletzt sehr erfolgreich, die Wiener Börse und damit den Kapitalmarkt abwirtschaftet.

Nicht nur, dass unsere Wirtschaft damit massiv benachteiligft wurde/wird:
Wo sollen also die herbeigewünschten Einnahmen herkommen, wenn es bei uns nur noch lächerliche Umsätze gibt???

Wie war das doch gleich mit dem Absägen des Astes, auf dem man sitzt?
Es wäre dieser Regierung (und diesen unfähigen Politikern) durchaus zu wünschen, dass sie sich selber absägt.

Allerdings, was kommt danach? HCS?

, Nr. 2 
antworten
nurmut
4254 Postings
seit 2007-10-22
>> Re(1): 50 Mrd. € BUST?2012-02-12 18:58:23


Dok, tu da nicht rätseln

hängt von der Berechnungsmethode ab, 500 bis 1 Mrd....

siehe Text des Regierungspapiers:

".....Finanztransaktionssteuer
Die EU-Kommission plant die Einführung einer Finanztransaktionssteuer im Jahr
2014. Steuersatz 0,1% auf Handel mit Aktien und Anleihen und 0,01% auf Handel
mit Derivaten. Nach dem EU-Modell ließen sich EU-weit 50 Mrd. Euro einheben.
Würde die FTT nach dem BIP verteilt, würde Österreich 2 % - also rund 1 Mrd. Euro
jährlich – einnehmen. Geht man vom Anteil am Transaktionsvolumen in Österreich
aus, wären es rund 1 % und daher rund 500 Mio. Euro jährlich. ....."


Wer es glaubt wir selich

, Nr. 3 
antworten


* Am Erscheinungstag des Artikels werden bei Artikelabruf die von der Wiener Börse übermittelten Kurse real-time angezeigt. Alle anderen Kursinformationsquellen auf www.boerse-express.com (Archiv-Artikel, Charts, Matrix, Kurslisten) weisen die übliche Verzögerung von rund 15 Minuten auf. Alle Kursangaben ohne Gewähr.
Alle Kursinformationen sind nach den Bestimmungen der jeweiligen Börse mindestens 15 Minuten oder mehr verzögert. ISIN AT0000999982

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