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16.03.2010 21:50
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US-Börsen - Dow Jones mit Aufschlägen

US-Notenbank lässt Leitzins unverändert
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Der Dow Jones hat am Dienstag vom US-Zinsentscheid etwas profitieren können. Die Notenbank hatte den Leitzins wie erwartet zwischen null und 0,25 Prozent belassen und eine Fortsetzung ihrer Niedrigzinspolitik signalisiert. Der US-Leitindex, der zunächst von positiven Nachrichten zu Griechenland angetrieben worden war, im Vorfeld der Entscheidung aber etwas abgebröckelte, schloss 0,41 Prozent höher bei 10.685,98 Punkten. Damit blieb er nur knapp unter seinem Tageshoch. "Das war genau das, worauf der Markt gehofft hatte", kommentierte Burt White, Geschäftsführer bei LPL Financial in Boston, den Zinsentscheid.

Der breit gefasste S&P-500-Index rückte um 0,78 Prozent auf 1.159,46 Zähler vor und damit auf den höchsten Stand seit September 2008. An der Nasdaq gewann der Composite-Index 0,67 Prozent auf 2.378,01 Zähler und der Auswahlindex Nasdaq-100-Index legte um 0,63 Prozent auf 1.932,24 Punkte zu.

Aktien von General Electric (GE) setzten sich mit Gewinnen von 4,51 Prozent auf 18,07 US-Dollar an die Dow-Spitze. Der Mischkonzern hatte mitgeteilt, dass die Kreditverluste bei GE Capital noch im Jahresverlauf ihren Höhepunkt erreichen sollten. Langfristig erwartet der GE-Finanzvorstand von der Sparte einen Beitrag von 30 bis 40 Prozent des Konzerngewinns. Zudem plane GE, 2011 wieder eine höhere Dividende zu zahlen.

Intel-Titel gehörten mit plus 3,87 Prozent auf 22,00 Dollar ebenfalls zu den größten Gewinnern im Leitindex. Händler verwiesen auf Spekulationen über eine positive Gewinnentwicklung beim weltgrößten Chiphersteller im laufenden Quartal. Bereits im Januar hatte Intel angekündigt, die Markterwartungen für Umsatz und Marge zu übertreffen. Zudem berichtete das Unternehmen noch aktuell über die Markteinführung neuer, leistungsfähigerer Server-Chips. Titel des Konkurrenten Advanced Micro Devices (AMD) legten im Kielwasser dieser Nachrichten sogar um 5,38 Prozent auf 9,40 Dollar zu. Ein Intel-Sprecher wollte die Gerüchte zur Gewinnentwicklung nicht kommentieren.

Wal-Mart-Titel gewannen 1,03 Prozent auf 55,99 Dollar. Der weltgrößte Einzelhändler plant laut einem Bericht des "Wall Street Journal" (WSJ), für Kunden mit einem niedrigen Einkommen die bankähnlichen Dienstleistungen in seinen Filialen auszubauen.

Bei Motorola sorgten Einzelheiten zur geplanten Aufspaltung des Unternehmens für Kursgewinne von 4,98 Prozent auf 7,38 Dollar. Motorola ebnet den Weg für einen Verkauf seiner Netzinfrastruktursparte. Der Geschäftsbereich werde entweder separat geführt oder in ein Joint Venture mit einem Wettbewerber eingebracht, zitiert die "Financial Times Deutschland" Co-Chef Greg Brown. Motorola will im Rahmen seiner Entflechtung das Handygeschäft von den Infrastruktursparten trennen. Anfang 2011 sollen zwei einzeln an der Börse notierte Unternehmen daraus hervorgehen.

Anteilsscheine von Limited Brands legten um 4,22 Prozent auf 24,71 Dollar zu. Die Führung des Bekleidungskonzerns hatte einer Sonderdividende von einem Dollar zugestimmt und will für 200 Millionen Dollar eigene Aktien zurückkaufen. Übernahmespekulationen ließen die Papiere von Harley-Davidson um 6,98 Prozent auf 28,35 Dollar steigen. Händler verwiesen auf Marktgerüchte über eine mögliche Übernahme des Motoradbauers. Demnach sei der Finanzinvestor KKR an Harley-Davidson interessiert und soll ein Angebot von 35 Dollar pro Aktie vorgelegt haben.

Boeing-Titel fielen indes mit minus 0,98 Prozent auf 68,72 Dollar an das Dow-Ende, nachdem die deutsche Fluggesellschaft Air Berlin angesichts der Luftfahrtkrise ihre Fliegerbestellungen bei dem Airbus-Konkurrenten zusammengestrichen hatte. Statt 25 Exemplare des Boeing 787 "Dreamliner" will Air Berlin nur 15 Maschinen abnehmen. Die Zahl der Kaufoptionen wird zudem von 10 auf 5 halbiert.

Für Aktien von Teva Pharmaceuticals ging es nach einer negativen Studie um 1,05 Prozent auf 60,34 Dollar nach unten. Goldman Sachs hatte die Titel des Pharmaunternehmens von der "Conviction Buy List" genommen, das Votum aber auf "Buy" belassen. Die Analysten sehen in einer Branchenstudie eine mehr als fünfzigprozentige Wahrscheinlichkeit, dass die angestrebte US-Gesundheitsreform die parlamentarischen Hürden meistern wird. (Forts.) cz



(c) apa

 



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