Die Finanzminister der Eurozone haben sich auf die "technischen Modalitäten" einer allfälligen Finanzhilfe für das massiv verschuldete
Griechenland geeinigt. Dies teilte der Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker (Bild) am Montagabend nach einer Eurozonen-Tagung in Brüssel mit. Die
Euro-Finanzminister hätten sich darauf verständigt, dass die Entscheidung über tatsächliche Hilfen vom Gipfel der
EU-Staats- und Regierungschefs zu treffen sei, sagte Juncker.
Es sei eine technische Arbeitsgruppe eingesetzt worden, offen stehende Punkte geklärt worden, so Juncker. Demnach könnte koordiniert und unter Führung der EU-Kommission bilateral
Hilfe an Griechenland zur Verfügung gestellt werden. Juncker betonte, dies gelte nur, für den Fall dass dies notwendig sei.
Juncker betonte, die Eurogruppe unterstreiche, dass die griechischen Behörden nicht um Hilfe gebeten hätten. Auch sei die Eurozone der Ansicht, dass die von Athen ergriffenen Konsolidierungsmaßnahmen einen wichtigen Beitrag leisteten, das Vertrauen in die Finanzmärkte zu stärken.
EU-Währungskommissar Olli Rehn sagte, es werde nunmehr eine Entscheidung ermöglicht, die - wenn notwendig - schnell umgesetzt werde. Rehn sprach von einem europäischen Rahmen für koordinierte Hilfe. In diplomatischen Kreisen hieß es ergänzend, es sei noch kein konkretes Modell für eine Hilfe an Griechenland beschlossen worden. In Diskussion waren Kreditlinien oder die Haftungsübernahmen durch die Staaten.