Die börsenotierte Österreichische
Post legt am Dienstag ihre Geschäftszahlen für das Jahr 2009 vor. Analysten erwarten einen deutlichen Ergebnisrückgang und ein leichtes Minus beim
Umsatz. Zuletzt hatte die Post vor allem beim Filialnetz Federn lassen müssen. Mittlerweile hat die Post 1.667 Geschäftsstellen, davon sind 1.132 Ämter, der Rest sind Post-Partner. Die
Dividende soll auch für das Jahr 2009 70 Cent je
Aktie betragen, 52 Prozent hält noch der Staat am Ex-Monopolisten.
Post-Chef
Georg Pölzl muss die Post heuer fit für die endgültige Marktöffnung 2011 machen, wenn die Post ihr letztes Monopol verliert: Die Briefzustellung bis 50 Gramm. Ob er dann aber mit hartem Wettbewerb kämpfen muss, bezweifeln Marktbeobachter. Sie verweisen auf das seit heuer gültige Postmarktgesetz, das es Neueinsteigern schwer machen würde, gegen die Post erfolgreich zu sein. Als größte Herausforderung gilt der Überhang an unkündbarem Personal. Pläne, Postler in der Verwaltung der Polizei unterzubringen, sind bisher auf wenig Interesse gestoßen.