Die Lehrlingsausbildung ist für den Ternitzer Ölfeld-Ausrüster
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment
AG eine
Investition in die Zukunft. Im Herbst 2010 sollen wieder zehn Lehrlinge in den Berufen Maschinenschlosser, Fräser und Dreher ihre Ausbildung in Ternitz beginnen. SBO-Vorstandsvorsitzender
Gerald Grohmann betont, dass trotz des wirtschaftlich angespannten Umfelds bei der Ausbildung der kommenden Generation auf keinen Fall gespart werde.
"Leider können wir nicht immer alle Lehrstellen besetzen. Es mangelt oft an geeigneten Kandidaten. Da wir in anspruchsvollen Berufen ausbilden, machen wir mit den Bewerbern einen Test, den viele nicht bestehen. Wir haben auch schon die Ansprüche reduziert, was aber zur Folge hatte, dass Lehrlinge, die unseren Test nur knapp bestanden hatten, die Ausbildung abbrechen mussten, da sie nicht mitgekommen sind. Dieser Umstand war für beide Seiten nicht befriedigend", stellt der SBO-General fest. Derzeit werden in Ternitz 25 Lehrlinge, über alle Lehrjahre verteilt, ausgebildet.
Die gute Aus- und Weiterbildung hat Ternitz mit seinen 314 Beschäftigten zum Forschungs- und Entwicklungszentrum des Konzerns gemacht. "Alle unsere Mitarbeiter sind angehalten, sich über Verbesserungen und Entwicklungen Gedanken zu machen", so Grohmann. "Wenn ein Projekt konkret wird - etwa fünf bis zehn pro Jahr - bilden wir für dieses spezielle Projekt eine eigene Gruppe, die dann neben ihrer normalen Arbeit auch diese Aufgabe erledigt. So gesehen sind alle unsere Mitarbeiter in Ternitz in der Forschung und Entwicklung tätig."
In den Standort Ternitz wurden in den letzten vier Jahren 70 Millionen
Euro investiert. Heuer sind, bedingt durch den Rückgang der Aufträge, nur Instandhaltungsmaßnahmen geplant. Um den Großteil der Mitarbeiter halten zu können, musste im letzten Halbjahr kurz gearbeitet werden. Für heuer wurde zur Arbeitsplatzabsicherung mit dem Betriebsrat wieder eine Kurzarbeitsregelung vereinbart. Grohmann hofft aber, diese Regelung nicht in Anspruch nehmen zu müssen.
SBO ist Weltmarktführer in der Produktion von Hochpräzisionsteilen für die Ölfeld-Serviceindustrie und erzeugt neben Bohrstrangkomponenten für die Richtbohrtechnologie auch Bohrmotoren und Bohrwerkzeuge. Hauptkunden des Ternitzer High-Tech-Unternehmens sind große Öl-Servicegesellschaften, wie z.B. Halliburton, Baker Hughes oder Pathfinder. 2009 bekam SBO die weltweit angespannte wirtschaftliche Lage drastisch zu spüren. Der Konzernumsatz fiel um 35,3 Prozent auf 251,6 Millionen Euro. Weltweit beschäftigte SBO in dieser Periode 1.056 MitarbeiterInnen.