Auch auf seine Ex-Frau, von der er sich vor mehr als zwei Jahren hatte scheiden lassen, hatte der Mann geschossen. Er war den Behörden bereits als aggressiv bekannt. Bereits vor einigen Jahren war der Täter in einen Vorfall mit Schusswaffen verwickelt gewesen. Damals sollen ihm mehrere Waffen weggenommen worden sein.
Der Täter war nicht als Inhaber von Schusswaffen registriert, wie Belga berichtete. "Wir haben in
Belgien eines der strengsten Waffengesetze, aber dieses Gesetz ist trotzdem umgangen worden", sagte der zuständige Staatsanwalt Delbrouck. "Der Mann war offensichtlich besessen von Waffen." Die Behörden wollten die Hintergründe und den genauen Tathergang noch ermitteln.
Der getötete Polizist war ein Familienvater mit zwei erwachsenen Kindern. Der 54-Jährige sollte in zwei Jahren in Pension gehen. Er habe mit einem Kollegen den Täter im Badezimmer der Wohnung in Bilzen angetroffen; die beiden Beamten wollten dann das Gebäude wieder verlassen, um Verstärkung zu holen. Dabei sei der eine von hinten getroffen worden, als er im Treppenhaus stolperte und hängenblieb - er habe nicht mehr fliehen können, berichtete Belga.