Die deutsche Bundesregierung (im Bild: Kanzlerin Angela Merkel) erwägt einem Magazinbericht zufolge, den geplanten Stabilisierungsfonds für den
Euro auch mit
Gold abzusichern. Ein Vorschlag aus dem Finanzministerium sehe vor, die Goldreserven der früheren Notenbanken aller Euro-Länder "buchhalterisch" in einen Stabilisierungsfonds einzubringen, berichtete "Focus" am Samstag im Voraus. Das Magazin schrieb, das Finanzministerium habe die Überlegungen weder bestätigen noch dementieren wollen.
Sollten sich die Pläne konkretisieren, würden sie auf entschiedenen Widerstand der Bundesbank treffen, sagte eine Sprecherin der Bundesbank der Nachrichtenagentur Reuters. Allerdings seien ihr derzeit keine derartigen Pläne der Regierung oder
EU bekannt.
Die Sprecherin verwies darauf, dass der
Vorstand der Bundesbank über die Verwendung der Goldreserven völlig autonom entscheide. Weder die Bundesregierung noch die Europäische Zentralbank hätten auf die Verwendung der nationalen Goldreserven ein Zugriffsrecht. (APA/Reuters)