Der börsenotierte Feuerfestkonzern
RHI wittert Profit in der Rohstoffproduktion. "Wir haben uns mit eigenen Rohstoffen in den Emerging Markets positioniert und haben Schürfrechte in China. Diese Kapazitäten bauen wir aus", erklärt RHI-Chef
Thomas Fahnemann. Bisher hätte man u. a. Magnesit nur für den Eigenbedarf produziert, nun wolle man auf den Markt gehen. 2009 verzeichnete die RHI ein Umsatzminus von 22,5 Prozent auf 1,24 Milliarden
Euro. Das
Betriebsergebnis ging um 63,1 Prozent auf 54,8 Millionen Euro zurück.
Dividende werde es für 2009 keine geben. Sondern man müsse überlegen, ob es für die
Aktionäre - Mehrheitsaktionär ist der österreichische Unternehmer
Martin Schlaff - nicht besser sei, Gewinne für Zukäufe zu verwenden, sagt Fahnemann.
Für 2010 erwartet die RHI wieder Wachstum. Das Management "analysiert" derzeit Übernahmen. Namen will Fahnemann noch nicht nennen. Interessante Regionen seien Brasilien, Indien und China. Geld für eine Übernahme sei vorhanden, nachdem RHI seine Nettoverschuldung von 375 Millionen (Ende 2008) auf 233,2 Millionen Euro reduziert habe. Das
Eigenkapital sei auf 17,9 Prozent gestiegen. Die Zahl der Mitarbeiter sank von 7766 Ende 2008 auf 6963 Ende 2009. Davon wurden 200 Jobs in
Österreich abgebaut.