RHI (im Bild:
CEO Thomas Fahnemann) musste im Geschäftsjahr 2009 nach vorläufigen Zahlen einen Umsatzrückgang um 22,5% auf 1,24 Mrd.
Euro hinnehmen. Das operative Ergebnis (vor Restrukturierungen) sank um 52,5% auf 79 Mio. Euro. Das
EBIT wird mit 54,8 Mio. Euro ausgewiesen (nach 148,4 Mio. Euro) und ist durch Restrukturierungsmassnahmen und Wertminderungsaufwendungen von 24,2 Mio belastet.
Der Feuerfestkonzern trifft mit diesen Zahlen ziemlich genau die Erwartungen der Analysten. So wurden ein
Umsatz von 1,23 Mrd. Euro und ein EBIT von 54,8 Mio. Euro prognostiziert.
Das eingeleitete Kosteneinsparungsprogramm brachte für 2009 mit rund 53 Mio . Euro ein über den angestrebten 40 Mio. Euro liegendes Einsparungsergebnis. Der operative Cash Flow wurde um 64% auf 202 Mio. Euro gesteigert.
Die Nettoverschuldung zum 31.12.2009 konnte gegenüber dem Vorjahres-Bilanzstichtag um 38% auf 233,2 Mio. Euro gesenkt werden. Die Eigenkapitalquote betrug 17,9% (nach 13,7%).
Aus heutiger Sicht erwartet
RHI im ersten Halbjahr 2010 die Fortsetzung des positiven Trends in der Division Stahl. Umsatz und Ergebnis der Division werden im ersten Quartal auf ähnlichem Niveau wie im vierten Quartal 2009 zu liegen kommen. Die Entwicklung des stark projektgetriebenen Industrial Geschäfts wird wesentlich von den erwarteten Infrastrukturprojekten in Europa und Nordamerika, den Rohstoffpreisen und den Finanzierungsmöglichkeiten der Kunden abhängen. Die Division
Rohstoffe rechnet 2010 bei den Anlagen in Europa mit weitest gehender Vollauslastung.
Für das Gesamtjahr erwartet RHI weiteres Wachstum in der Division Stahl, während sich die Division Industrial ähnlich dem Jahr 2009 entwickeln wird. Aufgrund der Markterholung, dem Ausbau der Marktposition sowie der verbesserten Kostenstruktur rechnet RHI mit einer Umsatz- und Ertragssteigerung. (red)