Gewerbe-Immos in CEE waren im zweiten Halbjahr 2009 wieder etwas gefragter

Unsicherheit über wirtschaftliche Entwicklung bleibt aber bestehen
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Das Investitionsvolumen für Gewerbeimmobilien in Zentral- und Osteuropa (CEE) ist im zweiten Halbjahr 2009 im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2009 stark gestiegen - so das Ergebnis des neuesten Berichts von CB Richard Ellis. Insgesamt wurden im Jahr 2009 rund 2,5 Mrd. Euro investiert, ca. 2 Mrd. entfielen auf die letzten sechs Monate des Jahres.

Im Vergleich zu den Vorjahren blieben die Umsätze jedoch auf deutlich geringerem Niveau. So wurden 2009 rund 75 Prozent weniger in Gewerbeimmobilien investiert als im Jahr 2008. Auch im zweiten Halbjahr 2009 lagen die Umsätze rund 50 Prozent unter denen des entsprechenden Vorjahreszeitraums.

"Investoren in Zentral- und Osteuropa sind vornehmlich an exzellenten Immobilien in sehr zentralen Lagen interessiert. In diesem Jahr bleiben - zum gegenwärtigen Zeitpunkt - erhebliche Unsicherheiten über die wirtschaftliche Entwicklung der Region bestehen", so Andreas Ridder, Geschäftsführer CB Richard Ellis Österreich und für die CEE-Region verantwortlich.

Im Gesamtjahr 2009 entfielen 56 Prozent des Investitionsvolumens auf die zentraleuropäischen Märkte. Die grössere Sicherheit Zentraleuropas - im Vergleich zu Ost- und Südosteuropa - hat zu einer Zunahme des Investitionsanteils für diesen Teilbereich der CEE-Region geführt.

Am stärksten nachgefragt waren Büroimmobilien, gefolgt von Investitionen in Einzelhandelsobjekte. Die Nachfrage nach Hotelimmobilien repräsentiert acht Prozent des Gesamtmarktes und wurde 2009 in erster Linie durch lokale Investoren bestimmt.

"Insgesamt hat die Bedeutung lokaler Investoren 2009 deutlich zugenommen. Dies gilt insbesondere für Russland, wo nationale Investoren für 56 Prozent der Nachfrage nach Gewerbeimmobilien verantwortlich sind", so Ridder weiter.

Sowohl die Spitzenrenditen als auch die Kapitalwerte blieben 2009 in Zentral- und Osteuropa weitgehend stabil. Aufgrund sinkender Spitzenrenditen in Westeuropa wird auch in der CEE-Region damit gerechnet, dass diese - zumindest im Spitzenbereich des Marktes - nicht weiter steigen werden. In den so genannten Non-prime-Segmenten der Märkte werden aber aktuell weiterhin rückläufige Kapitalwerte beobachtet.

Für das Jahr 2010 geht CB Richard Ellis davon aus, dass sich die Belebung der Märkte, wie in der zweiten Jahreshälfte 2009 festgestellt, weiter fortsetzen wird. (red)

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© boerse-express.com 22.02.2010