Es beginnt im Kindesalter mit Muscheln, Eisenbahnwaggons, Puppenkleidern und Kastanien und wird im Erwachsenenalter meist immer teurer. Caroline Clifton-Mogg stellt verschiedene Typen von Sammlern vor, vom Naturkundler über den Enthusiasten bis zum Miniaturisten. Alle sind sie auf der Suche nach dem Besonderen und gaben den Fotografen Einblicke in ihre Schätze. Stilvoll dekoriert, museal zusammengestellt oder schlichtweg chaotisch bewohnt, sind sie Zeugnis einer eigenen Sammlerwelt und eines eigenen Stils. Die Fotos geben zahlreiche Anregungen für das Arrangement eigener kleiner wie großer Sammlungen.
Vielleicht lässt sich das Sammeln als eine Form der Genusssucht charakterisieren, als eine jedoch, die andere nicht ausschließt: im Club der Sammler wird jedes neue Mitglied willkommen geheißen. "Sammler sind, wie sie sind, weil ihre Beschäftigung- ob als Jagd, Zeitvertreib oder Lebensart verstanden, lebt, bildet und vor allem Spaß bringt", schreibt die Autorin. Da gibt es die Antikenliebhaber, in der Regel recht Betuchte Menschen, die Entdecker, die auch mit wenig Geld auskommen, die Erben, denen es regelrecht zufällt, die Perfektionisten, die Funktionalisten und die Innenarchitekten.
Caroline Clifton-Mogg schreibt zu den Themen Innendekoration und Garten u. a. in Harpers & Queen und Christie's Magazine. Simon Upton, geboren 1966, ist weltweit einer der gefragtesten Fotografen für Innenarchitektur. Seine wunderbaren Bilder laden zu einem Rundgang durch die Schatzkammern ein, die im Betrachter selbst Sammellust wecken und viele Ideen zur Präsentation in den eigenen vier Wänden geben.
Caroline Clifton-Mogg, "Sammlerwelten"
Gerstenberg Verlag, 2009, 192 Seiten, ISBN 978-3-8369-2999-8
41,10
Euro