Unibail Rodamco hat am Dienstag für schlechte Stimmung unter den Anlegern von europäischen Immoaktien gesorgt. Die
Aktie von Europas grösstem Eigentümer von Einkaufszentren büsste mehr als 6% ein, die Immoaktien zählten damit auch auf Sektorensicht zu den grössten Abgebern im Stoxx 600. In
Wien hat der Immo
-ATX 0,5% eingebüsst - mittlerweile der vierte
Handelstag in Folge mit Verlusten. Atrium, von den in Wien gelisteten Immoaktien jene mit dem grössten Shopping-Center
-Exposure, büsste 1,6% auf 4,33
Euro ein.
Unibail
-CEO Guillaume Poitrinal sagte in einem Interview, dass der
Gewinn im laufenden Jahr kaum steigen wird. Eine geringere Anzahl an neuen
Immobilien sowie die
Rezession dämpfen das Wachstum der Mieteinnahmen.
Der "recurring profit" (der wiederkehrende Gewinn, also exklusive Bewertungsänderungen von Immobilien und Zinsderivaten) werde heuer um nicht mehr als 2% zulegen, sagte Poitrinal laut Bloomberg in einem Interview. "Unser Ausblick für die kommenden fünf Jahre ist durchaus positiv. 2010 ist ein Übergangsjahr." Ab 2011 sollte das Geschäft wieder dynamischer verlaufen.
Jüngste Zukäufe
Unibail gab in der Vorwoche den Kauf von sieben Einkaufszentren in
Polen und
Frankreich für 715 Mio. Euro bekannt. Laut Poitrinal gibt es derzeit keine Pläne für Zukäufe in
Deutschland,
Italien und Grossbritannien. Unibail wolle die Position dort stärken, wo der Konzern bereits vertreten ist.
Mit den 2,3 Mrd. Euro, die Unibail-Rodamco in Cash und in Kreditlinien zur Verfügung hat, sollen zum einen bestehende Shopping Centren erweitert und neue Developments begonnen werden. Das Programm inkludiert auch die Erweiterung des Donauzentrums in Wien. (red)