Der
Vorstand (im Bild: Hanno Bästlein) und der
Aufsichtsrat der
Constantia Packaging AG (CPAG) haben sich nun zu dem von Sulipo (One Equity Partners) gelegten
Übernahmeangebot für 38,67
Euro je CPAG
-Aktie geäussert. Das Übernahmeangebot kann bis einschliesslich 1. April 2010, 17:30 Uhr, Ortszeit
Wien angenommen werden. Es steht aber wie berichtet u.a. unter der Bedingung, dass zwei Vergleiche zwischen der Constantia Packaging BV einerseits und der
Immoeast und der Fries-Gruppe andererseits abgeschlossen werden.
Generell begrüsst der Vorstand die Unterstützung und Sicherung der strategischen Perspektiven der CPAG. Für Arbeitnehmer, Kunden und
Gläubiger sei durch das Übernahmeangebot keine Verschlechterung der gegenwärtigen Positionen erkennbar.
Der Vorstand weist allerdings ausdrücklich darauf hin, dass die Einschätzung, ob das Übernahmeangebot für
Aktionäre im Einzelnen vorteilhaft ist oder nicht, nur jeder
Aktionär aufgrund seiner individuellen Situation (Anschaffungspreis, lang- oder kurzfristige Veranlagung etc.) treffen kann und die vom Aktionär erwartete künftige Entwicklung des Kapitalmarktes von grosser Bedeutung ist.
Gegen eine Annahme des Übernahmeangebots spreche folgendes: Im Fall einer Überprüfung der Barabfindung im Gesellschafterausschlussverfahren gemäss § 6 GesAusG könnte ein höherer Preis als der im Übernahmeangebot enthaltene Preis erzielt werden.
Für eine Annahme des Übernahmeangebots sprechen allerdings mehr Gründe:
Der Angebotspreis liege über den nach den Handelsvolumina gewichteten historischen Durchschnittskursen der letzten 3 Monate (+ 23,0 %), 12 Monate (+ 52,2 %), jeweils berechnet zum Datum der Bekanntgabe der Angebotsabsicht (12. Oktober 2009).
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt notiere die Aktie unterhalb des Angebotspreises.
Der Angebotspreis entspreche mit 38,67 Euro dem Kaufpreis pro Aktie, den die Bieterin im Aktienkaufvertrag mit der CPBV und dem Aktienkaufvertrag mit Frau
Christine de Castelbajac vom 12. Oktober 2009 zugesagt hat. Dieser beträgt 37,50 Euro plus Dividendenberechtigung für 2009 in Höhe von 1,17 Euro. Dieser Preis sei das Ergebnis eines beschränkten Auktionsprozesses von Investment - banken und der darüber mit den jeweiligen Käufern geführten Verhandlungen.
Der Angebotspreis liege in der Grössenordnung des Durchschnitts der aktuellen Analysen der
Investmentbanken (39 Euro) und spiegle somit die Einschätzungen dieser
Banken betreffend Marktentwicklung und Ergebnisentwicklung der CPAG wider.
Insbesondere in Bezug auf eine Beendigung des Börsehandels (beispielsweise als Folge eines von der Bieterin bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen geplanten Squeeze-Out), eine Verringerung der Streuung und eine damit verbundene eingeschränkte marktmässige Preisbildung bestehen Risiken für die Aktionäre.
CPAG arbeitee in Geschäftsfeldern, deren zukünftige Entwicklung nur schwer einschätzbar ist. Die gesamtwirtschaftliche Situation berge zudem erhebliche Risiken und hat in der jüngeren Vergangenheit deutlich gemacht, dass die weitere Entwicklung kaum seriös zu prognostizieren ist. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich durch eine negative Entwicklung Gewinne nicht in dem erwarteten Ausmass einstellen und es zu einer Verschlechterung der Ertragsentwicklung kommt.
Im Fall einer Überprüfung der Barabfindung im Gesellschafterausschlussverfahren gemäss § 6 GesAusG könnte ein niedrigerer Preis als der im Übernahmeangebot enthaltene Preis erzielt werden.