unit-IT - eine Tochter der
Siemens AG Österreich, Competence-Center für mobile IT-Lösungen und österreichweit führendes SAP-Systemhaus - agiert als Vertriebspartner für Digital Graffiti. Dieser zeit- und ortsgekoppelte virtuelle "Notizzettel", das digitale Graffito, ist eine Entwicklung der Johannes Kepler Universität Linz, von Siemens Corporate Technology
Deutschland, Ars Electronica Futurelab und unit-IT. Es ist ein innovatives orts- und kontextsensitives Informations- und Kommunikationssystem, das Digital Graffiti genannt wird und eine neuartige Form der Interaktion darstellt. Mit dieser neuartigen Technologie wird das Kommunikationsspektrum beträchtlich erweitert und es ergeben sich ungeahnte neue Möglichkeiten zur Kommunikation im geschäftlichen als auch im privaten Bereich.
Die erste Praxisanwendung von Digital Graffiti ist der Smart Information Campus, eine Informations- und Kommunikationsplattform für Studenten, Lehrende, Bedienstete und Besucher des Campus der Johannes Kepler Universität Linz, die nun mit dem "ebiz egovernment Bundes award 2009" ausgezeichnet wurde. Schon bei der Begründung zum Oberösterreichischen Landespreis war die Jury von den vielfältigen Einsatzbereichen und Zielgruppen und den neuen dynamischen Kommunikationsmöglichkeiten beeindruckt. Sie fand die Verknüpfung von GIS und lokalen Inhalten ein gutes Beispiel für Mobile Content und lobte das Projekt als eine "win-win-win-Plattform für Anbieter, Unternehmer und Endnutzer".
Das System ermöglicht Studierenden, Lehrenden und auch den in Management und Verwaltung tätigen Universitätsangehörigen am Campusgelände der Universität neue Formen der Kommunikation und des Informationsaustausches. Es erlaubt den Studierenden, insbesondere den Studienanfängern und Besuchern, sich durch orts- und kontextbezogene Wegweiser besser und schneller am Universitätsgelände zurechtzufinden (Navigationssystemkomponente), sich aktuelle Informationen zu Lehrveranstaltungen direkt vor und in den zugehörigen Hörsälen bedarfsbezogen und unaufdringlich zu beschaffen und eigene Communities zu bilden, die ihre Anliegen am Universitätsgelände für Interessierte zur Verfügung stellen (Smart Information Komponente). Gleichzeitig ermöglicht es den Lehrenden, Informationen elektronisch ad-hoc und nur mit
Personen auszutauschen, die sich beispielsweise im selben Raum befinden, ohne eigens dafür Server und Zugriffsbeschränkungen einrichten zu müssen. Auch in der Verwaltung können durch die Möglichkeit, ortsbezogen Nachrichten an jedem beliebigen Punkt am Campus zielgruppenorientiert zu hinterlegen, Prozesse effizienter und effektiver als bisher gestaltet werden (z. B. für Parkplatzbewirtschaftung, Gebäudereinigung, Veranstaltungen, ÖH-Infos etc.). Auch ein interuniversitärer Einsatz des Systems wäre jederzeit realisierbar. Die Infrastrukturplattform ist so realisiert, dass das System weltweit betrieben werden kann.
Der Smart Information Campus geht über die herkömmlichen Funktionen eines ortsbezogenen Kommunikationsdienstes hinaus und kann bestehende Services der Johannes Kepler Universität Linz (z. B. Lehrveranstaltungsinformationen, Bibliotheksverwaltung, Mensen, Veranstaltungskalender, etc.) einbinden. Er ist damit eine Integrationsplattform für vorhandene, autonome Systeme und kann als innovative Plattform medienwirksam für Öffentlichkeitsarbeit der Johannes Kepler Universität Linz dienen und die nationale und internationale Sichtbarkeit der Universität fördern. Durch die Zusammenarbeit mit dem Institut "Integriert Studieren" werden zukünftig über diese Plattform Dienste zur Verfügung gestellt, die die Barrierefreiheit des Campus weiter verbessern, wie z. B. spezielle Warnung vor Gefahrenstellen für sehbehinderte Menschen, ortsbezogenes Informationssystem für Gehbehinderte wie z. B. barrierefreie Routenplanung, etc. Der Smart Information Campus ist seit Oktober 2009 für Studenten, Lehrende, Bedienstete und Besucher des Campus der Johannes Kepler Universität Linz kostenlos zugänglich.