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12.10.2009 14:31
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Notverstaatlichung: Niederländische Bank DSB von Zentralbank übernommen

Angst vor Zusammenbruch löste Run auf Einlagen der Privatbank aus - Auffanglösung durch andere Banken geplatzt

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De Nederlandsche Bank erklärte, sie habe das Amsterdamer Bezirksgericht gebeten, die DSB Bank unter ihre Aufsicht zu stellen. Grund sei ein hoher Liquiditätsabfluss, der die Existenz der DSB kurzfristig gefährdet habe.

Es handelt sich um den ersten Zusammenbruch einer niederländischen Bank, seit auf dem Höhepunkt der Finanzkrise im vergangenen Jahr mehrere grössere Banken von der niederländischen Regierung gerettet beziehungsweise übernommen wurden.

Anfang Oktober gab die DSB Bank ihre Barmittel mit 1,5 Mrd. EUro an, die Einlagen beliefen sich auf 4,3 Mrd. Euro.

Alle Einlagen seien bis zu einer Höhe von jeweils 100.000 Euro garantiert, teilte die niederländische Zentralbank weiter mit.

Die Kunden kommen bei der Bank selber nicht mehr an ihr Geld, können aber über andere Banken bis Mittwoch um Mitternacht mit ihren DSB-Kontokarten Bargeld abheben.

Zuvor seien mehrere Versuche fehlgeschlagen, die DSB des Finanzunternehmers und Fußballmäzens Dirk Scheringa durch ein Konsortium von fünf Banken aufzufangen, erklärte die DNB am Montag. Dazu gehörten ABN Amro, ING, Fortis Nederland, Rabobank und SNS Reaal. Ein Gericht in Amsterdam regelte die vorläufige Übernahme der DSB durch die Zentralbank mit einer Notverordnung.

Die DSB ist mit Aktiva von rund 8 Mrd. Euro eine der kleineren europäischen Privatbanken, verfügt aber in den Niederlanden über einen beachtlichen Kundenkreis im Segment zinsgünstiger Hypotheken.

Beschwerden von Kunden hatten vor einigen Wochen die akute Krise der Bank ausgelöst. Die Kunden fühlten sich durch Quergeschäfte wie der obligatorischen Verbindung ihrer Hausbaukredite mit ihrer Meinung nach zu teuren Lebensversicherungen übervorteilt.

Die Übernahme der DSB durch die Zentralbank erfolgte rund ein Jahr, nachdem der niederländische Staat Milliarden in den einheimischen Bankensektor gepumpt hatte, um dessen Kollaps zu verhindern.
 
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