Im Halbjahr wurde in der Region GUS/Sonstige erstmals ein Verlust eingefahren
"Wir sind für den Fall eines fortgesetzt rauen Klimas gerüstet und sehr gut aufgestellt, wenn sich die grauen Konjunkturwolken in der Region 2010 wie erwartet lichten sollten", zeigt sich
Raiffeisen International
-CEO Herbert Stepic (im Bild) anlässlich der Präsentation der Quartalszahlen optimistisch.
Die Bankenholding konnte mit dem Überschuss im zweiten Quartal die doch Markterwartungen übertreffen. Im ersten Halbjahr 2009 erwirtschaftete RI einen Konzern-Periodenüberschuss (nach
Steuern und Minderheiten) von 78 Mio
Euro, was einem Rückgang um 86,2% im Vergleich zur gleichen Periode des Vorjahres entspricht. Der wesentliche Grund für den Rückgang des Konzern-Periodenüberschusses lag im starken Anstieg der Dotierung der Kreditrisikovorsorgen - um 380,9% im Jahresvergleich auf 969 Mio. Euro.
Der Periodenüberschuss vor Steuern sank um 81,7% auf 154 Mio. Euro, während sich der Periodenüberschuss nach Steuern um 81,6% auf 119 Mio. Euro verringerte. "Das Ergebnis reflektiert die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Zentral- und Osteuropa, insbesondere in der GUS. Dass es uns gelungen ist, unser
Betriebsergebnis zu steigern, zeigt, dass wir in diesem unfreundlichen Umfeld die richtigen Massnahmen gesetzt haben", so Stepic. RI habe im ersten Halbjahr zudem 300.000 neue Kunden gewonnen.
Regionale Entwicklung
Mit Blick auf die einzelnen Regionen, in denen RI tätig ist, erzielte die Region Südosteuropa mit 129 Mio. Euro im Halbjahr den höchsten Periodenüberschuss vor Steuern aller Segmente. Die Region steuerte 57% zum gesamten Periodenüberschuss vor Steuern bei und lag damit um 23 Prozentpunkte über dem Vergleichswert der Vorjahresperiode.
Die Region Zentraleuropa erwirtschaftete mit 118 Mio. Euro den zweithöchsten Periodenüberschuss vor Steuern. Insgesamt ging das operative Geschäft um 10 Prozent zurück, das Handelsergebnis nahm jedoch zu und leistete einen positiven Beitrag zum gesamten Ergebnis.
In
Russland belasteten die höheren Kreditrisikovorsorgen das Ergebnis erheblich und drückten den Periodenüberschuss vor Steuern auf 29 Mio. Euro. Damit gab der Ergebnisbeitrag des Segments um 6 Prozentpunkte auf 13 Prozent nach.
In der Region GUS Sonstige war das Vorsteuerergebnis mit 48 Mio. Euro erstmals negativ. Der Periodenüberschuss wurde durch Nettodotierungen von Kreditrisikovorsorgen in Höhe von 261 Mio. Euro stark belastet. (red)