Schelling will weitere 500 Mio. von Regierung

Der Vorstandsvorsitzende im Hauptverband der Sozialversicherungen, Schelling, geht davon aus, dass die Regierung den Krankenkassen weitere 500 Mio. Euro für Sanierungsmaßnahmen zur Verfügung stellen wird. Neben dem aktuellen Kassen-Sanierungspaket, dessen eigenen Teil der Hauptverband ab kommender Woche umsetzen will, werde bereits an weiteren Reformschritten gearbeitet, so Schelling am Samstag.
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Die weiteren 500 Mio. Euro, würden die Kassen benötigen, um den Gesundheitsbereich nachhaltig sanieren zu können, sagte er in der Ö1-Reihe "Im Journal zu Gast". Diese Mittel würden etwa dafür verwendet werden, die gesamte medizinische Rehabilitation in einer einzelnen Sparte zu bündeln. Davon erwartet man sich beim Hauptverband spürbare Synergieeffekte. Insgesamt geht der Hauptverband von Einsparungen in der Höhe von 1,7 Milliarden Euro aus. Es gehe aber weniger um die Kostenreduktion auf der Ausgabenseite, so Schelling: "Jeder im Gesundheitsbereich weiß, dass wir mehr Geld ausgeben werden, aber es geht darum, dass wir die Kostendynamik dämpfen."

Obwohl das vorliegende Reformkonzept des Hauptverbands noch nicht umgesetzt ist, denke man bereits über weitere Konsolidierungsmaßnahmen nach. Hierbei gehe es u.a. um eine bessere Vernetzung von niedergelassenem und stationärem Bereich. Ab Ende Juli werde mit den Bundesländern über eine Umstrukturierung des Versorgungsangebots verhandelt. Nicht benötigte Akutbetten in Krankenhäusern sollen abgebaut oder umgewandelt und das Angebot von niedergelassenen Ärzten stärker gefördert werden. Schelling erhofft sich eine möglichst rasche Entscheidung der Regierung über die bereits in Aussicht gestellten 550 Mio. Euro. Eine Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge schloss der Hauptverbandsvorsitzende aus.
 
(apa)
 


© boerse-express.com 4.7.2009