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03.07.2009 18:50
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XETRA-SCHLUSS/Knapp behauptet nach dünnem Handel

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DJ XETRA-SCHLUSS /Knapp behauptet nach dünnem Handel

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmärkte hat am Freitag knapp behauptet geschlossen, wobei das Geschäft äußerst ruhig verlief. Der DAX verlor 0,2% oder 10 Punkte auf 4.708. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 63,4 (Vortag: 109,7) Mio Aktien im Wert von rund 1,54 (Vortag: 2,58) Mrd EUR.

Händler sprachen angesichts der wegen des Unabhängigkeitstags geschlossenen US-Börsen von einem richtungslosen Markt bei dünnen Umsätzen. Nach dem unerwartet schwachen US-Arbeitsmarktbericht am Vortag habe sich die Stimmung deutlich verschlechtert, so dass eine Erholung ausgeblieben sei.

Hinzu kamen eher mäßige Konjunturdaten. So hat sich der EU-Serviceindex im Juni nach endgültigen Angaben leicht gegenüber dem Vormonat vermindert. "Insgesamt legen die Indikatoren noch immer schrumpfende Geschäftsaktivitäten für den Dienstleistungssektor nahe, wenngleich sich die Situation in den letzten Monaten bereits aufgehellt hat", so eine Volkswirtin. Der Einzelhandel in der Eurozone entwickelte sich im Mai zudem schwächer als erwartet. Die Daten des Vormonats wurden darüber hinaus nach unten revidiert.

Verstärkte Beachtung fanden die Finanzwerte, nachdem der Deutsche Bundestag die Einrichtung sogenannter "Bad Banks" gebilligt hatte, in welche die Banken toxische Aktiva aus ihren Bilanzen auslagern können. Das "Gesetz zur Fortentwicklung der Finanzmarktstabilisierung" sieht vor, dass die Banken auf freiwilliger Basis toxische Aktiva mit einem zehnprozentigen Abschlag vom Buchwert an Zweckgesellschaften übertragen können. Commerzbank stiegen darauf um 2,9% auf 5,06 EUR. Auch Deutsche Bank waren mit einem Aufschlag von 1,7% auf 42,70 EUR gesucht.

VW kletterten um 2,1% auf 233,69 EUR. Das Unternehmen hat sich im Juni auch dank der Abwrackprämie gegen den weltweiten Abwärtstrend gestemmt. Im vergangenen Monat habe Europas größter Automobilhersteller im Vergleich zum Vorjahr rund 6% mehr Neuwagen verkauft, sagte Vorstandsvorsitzender Martin Winterkorn am Freitag auf der "Handelsblatt"-Konferenz in München.

Am anderen Ende des Leitindex fielen K+S um 2,1% auf 40,16 EUR zurück. Sie litten damit unter der Schwäche der Rohstoffwerte. Metro bauten ihre Verluste aus und gaben um 2,5% auf 34,83 EUR nach. "Die schlechten EU-Einzelhandelsdaten haben doch überrascht", sagte ein Händler. Gerade der europäische Konsum sei im Gegensatz zu dem der USA immer als relativ stabil gepriesen worden.

Im MDAX mussten die zahlreichen Zykliker Abschläge hinnehmen, da die konjunkturelle Lage unsicher bleibt. Für Lanxess ging es indes um 1,5% auf 18,25 EUR nach oben. Die Deutsche Bank stufte die Aktien auf "Kaufen" von "Halten" hoch. Symrise fielen dagegen um 5,9% auf 9,77 EUR. Morgan Stanley hatte die Titel auf "Equalweight" von "Overweight" herabgestuft.

Als negativ für die deutschen Solarwerte wurde im Handel eingestuft, dass LDK Solar mit dem Ausblick die Schätzung der Analysten deutlich verfehlt hat. Das Solarunternehmen rechnet für das zweite Quartal mit einem Umsatz zwischen 215 Mio USD und 225 Mio USD, während Analysten im Schnitt mit 253,4 Mio USD gerechnet hatten. So sanken Q-Cells um 3,8% auf 13,55 EUR.

DJG/mif/cln
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(END) Dow Jones Newswires

July 03, 2009 12:16 ET (16:16 GMT)

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