Japan fordert Unterstützung für Dollar als Weltleitwährung

Stabiler Dollar nützt japanischem Aussenhandel
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Wenige Tage vor dem G8-Gipfel hat Japan Unterstützung für den Dollar als internationale Leitwährung angemahnt. Führende Nationen sollten die Position der US-Währung stärken, sagte Yoichi Suzuki, Wirtschaftsexperte des Tokioter Aussenministeriums, am Freitag. "Eine Diskussion über eine neue Weltleitwährung würde den Dollar schwächen und keinem Land nützen."

Suzuki ist einer der Hauptkoordinatoren Japans für das G8-Treffen in Italien in der kommenden Woche. In dessen Vorfeld hatte China eine Debatte über eine künftige Weltreservewährung entfacht, was den Dollar vorübergehend auf ein Drei-Wochen-Tief gedrückt hatte.

Ein stabiler Dollar ist für den Aussenhandel im Interesse Japans. Zudem hält das Land den grössten Teil seiner Devisenreserven in Dollar. Schwellenländer wie China und Russland hatten dagegen in den vergangenen Monaten die Diskussion über eine neue Weltleitwährung forciert. China hatte die Debatte um die Ablösung des Dollar als dominierende Reservewährung angestossen und eine verstärkte Nutzung der Sonderziehungsrechte des Internationalen Währungsfonds (IWF) vorgeschlagen. Nun hat die Volksrepublik das Thema Weltleitwährung während der vorbereitenden Gespräche für eine gemeinsame Erklärung der sogenannten G14-Staaten angesprochen. Diese Gruppe besteht aus den G8-Nationen sowie wichtigen Schwellenländern wie China, Brasilien und Indien.
 
(apa)
 


© boerse-express.com 03.07.2009