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03.07.2009 07:15
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'Schleusen des Primärmarktes sind weit geöffnet'

Christoph Klaper, Head of Credit Research der RZB, über Unternehmensanleihen und die starke Nachfrage nach den jüngsten Bonds der voestalpine.

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Börse Express: Wie beurteilen Sie die Entwicklung bei den Unternehmensanleihen, die in letzter Zeit wieder populär geworden sind? Ist es schwierig, Volumina hier abzusetzen?

Christoph Klaper: Wir beurteilen den Markt für Unternehmensanleihen als äusserst attraktiv. Dies gilt sowohl für Investmentgrade- als auch High-Yield-Anleihen. Vor allem Neuemissionen stossen auf grosses Kaufinteresse. Seit Anfang des Jahres wurde ein Rekordvolumen von über 190 Mrd. Euro an Non-Financial Neuemissionen platziert. Mit Ausnahme von äusserst bonitätsschwachen Unternehmen sind die Schleusen des Primärmarktes weit geöffnet, die Emissionen treffen noch immer auf einen durstigen Investorenkreis.


BE: Sind bei den Emissionen eher Institutionelle oder Retail-Investoren beteiligt?

Klaper: Wir meinen, dass sich vor allem institutionelle Investoren bei den durchwegs attraktiv gepreisten Neuemissionen engagieren. Retailanleber haben gar nicht die Möglichkeit, dieses grosse Volumen aufzusaugen. Aber auch für diese Investorengruppe ist es noch nicht zu spät, Unternehmensanleihen zu kaufen. Auf Sicht von einem Jahr sind wir für diese Asset-Klasse durchwegs optimistisch. Aufpassen sollte man jedoch bei Unternehmen mit sehr schlechter Bonität, die bestehende Schulden nicht refinanzieren können.


BE: Mit welcher Renditeerwartung kann ein Anleger rechnen?

Klaper: Derzeit bezahlen Investmentgrade- Anleihen eine durchschnittliche Rendite von 4,5%. Bei deutlich riskanteren High-Yield- Anleihen erhält der Investor durchschnittlich 15,3%. Treffen unsere Prognosen ein, kann man mit Euro- Investmentgrade-Unternehmensanleihen auf Sicht von einem Jahr eine Gesamtperformance (Preis und Kupon) von 10% erreichen. High-Yield- Anleihen trauen wir bis zu 50% zu. Zum Vergleich: Seit Jahresanfang 2009 weisen Investmentgrade- Unternehmensanleihen eine Gesamtperformance von 9,5% auf; High-Yield- Unternehmensanleihen sogar 32%.


BE: Auf Bloomberg quotiert die RZB beispielsweise in der letzten voestalpine Emission nur geldseitig. Ist die Nachfrage nach dieser Tranche nach wie vor so hoch?

Klaper: Exakt, so ist es. Zur Zeit ist es quasi unmöglich, die 8,75% voestalpine 2013 Anleihe (AT0000A0D5J1) zu kaufen. Die Anleihe ist stark gesucht.


BE: Wie sieht die Stimmung generell am Markt aus?

Klaper: Die Stimmung hat sich deutlich verbessert. Das ist aber nicht das einzige. Auch die Liquiditätssituation präsentiert sich positiv. Unternehmensanleihen sind wieder relativ gut handelbar. Die Gründe sind vielfältig. Einerseits können sich Unternehmen wieder refinanzieren und reduzieren so das unmittelbare Ausfallsrisiko. Ein historisch niedriger Leitzins hilft hier etwas mit. Unternehmen betrachten die Ansprüche der (Anleihen-) Gläubiger gegenüber jenen der Aktionäre als vorrangig. Das stiftet am Credit-Markt zusätzliches Vertrauen. Nicht zu vergessen ist, dass zahlreiche Konjunktur-Vorlaufindikatoren auf eine Besserung der aktuellen Lage hindeuten.


BE: Ist in nächster Zeit mit einer neuen Emission eines Corporate Bond, wo Sie dabei sind, zu rechnen?

Klaper: Hierzu können wir seitens Raiffeisen Research keine Auskunft geben. Aber es wird zu Emissionen kommen, die die RZB begleitet.


Interview: Herbert Gmoser

Aus dem Börse Express vom 2. Juli 2009
 
(hg)
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zorrozahngold
Welche dunklen Kräfte sind in diesem unglückseligen Papier tätig?2012-02-10 09:51:48
66 Postings

seit 2011-10-04

Habe ich schon geäussert, dass ich mir eine Tsunami vorstellen könnte, die diese Mafia hinwegspült?

, Nr. 1 
antworten
swan1
60 Postings
seit 2010-12-19


hab mal schnell zugeschlagen!!

, Nr. 2 
antworten
Trader555
2892 Postings
seit 2006-07-05


Griechenland ist vermutlich der Grund für die stark fallenden Kursen. Griechenland ist seit Monaten ein Problem und ich habe Zweifel, dass das gut enden wird.

, Nr. 3 
antworten
zorrozahngold
66 Postings
seit 2011-10-04


Klar, die Griechen als bekanntermassen grössten Stahlabnehmer...

, Nr. 4 
antworten
Trader555
2892 Postings
seit 2006-07-05


Fundamentale Gründe nicht, aber psychologische. Sie haben schon Recht.

, Nr. 5 
antworten
muci
24 Postings
seit 2012-01-31


das ist nur eine frage der zeit...
den griechen schiebt man nur das geld in den a..., weil man soziale unruhen befürchtet-aber die kommen bestimmt.
dann werden die reichen somit die hauptverursacher es ziemlich ungemütlich haben. das wird auch an andere länder übergreifen!!!
aber ist eh höchste zeit,dass das volk endlich aufsteht.

, Nr. 6 
antworten


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