Damaliger Vorstand hat von Verkauf von Immofinanz-Aktien dringend abgeraten
Die Constantia
Privatbank sieht sich mit einer Schadenersatzklage im Gefolge der
Immofinanz /Immoeast-Affäre konfrontiert. Angesichts der hohen Kursverluste mit Immobilienaktien versuchten
Aktionäre, ihr Geld von
Banken unter dem Titel "Fehlberatung" zurückzuholen. Wie die Tageszeitung "Die Presse" berichtet, hat die Wiener Kanzlei Kerres & Partner für mehrere begüterte Immofinanz- und Immoeast-Aktionäre Schadenersatzklagen über eine Million
Euro gegen die Constantia-Bank eingebracht.
Die Immobilienaktionäre hätten Aktienpakete der früher zur Constantia-Gruppe gehörenden Immobiliengesellschaften von der Bank erworben und versucht, mitten im Sturzflug der Kurse, diese ausserbörslich wieder an die Constantia Privatbank zu verkaufen. Weil es "nicht ganz kleine"
Anleger waren, schaltete sich dem Bericht zufolge der
Vorstand der Bank selbst ein. Die damaligen Vorstandsmitglieder Petrikovics, der zugleich Chef der beiden Immo-Gesellschaften war, sowie Gertner und Arco hätten aber, so der Vorwurf, dringend vom Verkauf abgeraten: Die
Aktie würde bald wieder steigen.
Eine klassische "vorsätzliche Fehlberatung", argumentierten die Anleger laut "Presse": Zumindest der Vorstand, für den die Unschuldsvermutung gelte, hätte wissen müssen, wie es um die Gesellschaften stand.