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27.05.2009 11:32
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Investor Marc Faber: US-Wirtschaft droht Hyperinflation

Die Preise könnten in einem Tempo zulegen, das nahe an die Entwicklung in Zimbabwe herankommt

 MEINUNG 9    TAGESTHEMEN     BLOGS 
 
Die USA steuern nach Auffassung des Investors Marc Faber unweigerlich auf eine Hyperinflation zu. Im Interview mit Bloomberg erklärte der Investor, Fondsmanager und Herausgeber eines monatlichen Börsenbriefs am Dienstag in Hongkong: "Ich bin 100 Prozent sicher, dass den USA eine Hyperinflation bevorsteht".

Zur Begründung verweist Faber auf den rasch wachsenden Schuldenberg der Vereinigten Staaten. Wenn der Zeitpunkt gekommen sei, wo die Notenbank Fed eigentlich die Zinsen anheben müsste, werde sie sich dagegen sträuben. Dann werde sich die Inflation beschleunigen. Die Preise könnten in einem Tempo zulegen, das "nahe an" die Entwicklung in Zimbabwe herankommt, so Faber weiter. Das afrikanische Land verzeichnete 2008 eine Hyperinflation, die letzte amtliche Statistik vom Juli bezifferte sie mit, aufs Jahr gerechnet, 231 Millionen Prozent.

Andere Ökonomen trauen der Federal Reserve mehr zu. David Cohen, Leiter der volkswirtschaftlichen Prognose beim Beratungshaus Action Economics in Singapur, räumt ein, dass die hohe Liquidität, die ins Bankensystem gepumpt wurde, durchaus Sorgen hinsichtlich einer Inflationsgefahr begründet, fügt aber hinzu: "Ich traue der Fed zu, dass sie eine Strategie hat, wie sie die ganze Liquidität zum angemessenen Zeitpunkt wieder abschöpft."

Bei der US-Notenbank Fed selbst ist Hyperinflation kein Thema. Charles Plosser, Präsident der Fed-Niederlassung in Philadelphia, sagte am 21. Mai, die Inflationsrate dürfte bis 2011 auf 2,5 Prozent steigen. Dieser Wert liegt über dem langfristig angestrebten Zielkorridor der Notenbank zwischen 1,7 und zwei Prozent. Plossers Prognose steht im Gegensatz zur Sorge einiger Ökonomen und amerikanischer Notenbanker, die befürchten, der Abschwung könnte auf breiter Basis zu rückläufigen Preisen führen. Seit Dezember hält der geldpolitische Ausschuss der Fed die kurzfristigen Zinsen in einer Spanne zwischen null und 0,25 Prozent, um die Ausleihungen zu stimulieren und die schlimmste Rezession seit 50 Jahren zu beenden.

Faber erklärte, er stocke weiter seine Anlagen in Gold auf. Er riet bereits vor acht Jahren zum Kauf, als das Gold am Anfang einer acht Jahre andauernden Aufwärtsbewegung stand und die Unze bei 300 Dollar notierte. Im Vorjahr kletterte der Goldpreis zeitweise über die 1.000 Dollar-Marke und lag am Mittwoch bei 949,50 Dollar.

Mit Blick auf die Aktienmärkte gibt Faber Asien den Vorzug. "Von allen Regionen der Welt ist Asien nach wie vor bei weitem am attraktivsten", sagte er. Allerdings sieht er die Weltwirtschaft nicht auf den Pfad der "Wohlstands" der Jahre 2006 und 2007 zurückfinden, selbst wenn sich die Wirtschaft von der Rezession erholt, merkt der Investor an. (Bloomberg)

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financizer
Investor Marc Faber: US-Wirtschaft droht Hyperinflation2009-05-27 16:48:58
217 Postings

seit 2009-04-20

auweia. auf der einen seite klingt das für mich vollkommen unmöglich. auf der anderen seite: mit so einer wirtschaftskrise hat (bis auf roubini vielleicht) auch keiner gerechnet. und dass der weltgrößte autobauer kurz vor der insolvenz steht, auch nicht. die reihe liesse sich beliebig weiterführen

, Nr. 1 
antworten
Tyson
423 Postings
seit 2004-04-08


Ich finde "Ich bin 100 Prozent sicher, dass den USA eine Hyperinflation bevorsteht" halt ein bisschen Grenzwertig.

Weltuntergangsvorhersager haben immer schon ein breites Publikum begeistert...

, Nr. 2 
antworten
Tschim
922 Postings
seit 2007-08-27


Die Überlegung wäre logisch. Die Aktienmärkte steigen weiter, bis auch die letzten Zweifler an ein Ende der Krise glauben.
Erst dann kommt der Kollaps. Die Masse darf niemals Recht haben.

, Nr. 3 
antworten
Skeptiker
6935 Postings
seit 2007-10-23


Es ist ja nicht so dass die US Wirtschaft in Geld schwimmt. Die Gelddruckmaschine wurde ja nur angeworfen, weil die Liquidität eng wurde. Sobald das Finanzsystem wieder normal funktioniert zieht die FED die nicht mehr benötigte Liquidität wieder ab.

, Nr. 4 
antworten
Tschim
922 Postings
seit 2007-08-27


Wie man es nimmt. Ich glaube dem Typen mehr als allen Versuchen der Regierungen die Krise für beendet zu erklären.
Die USA hat übrigens die monatliche Angabe des Geldmengenwachstums im März 2006 ohne Angabe von Gründen eingestellt.
So genau was keiner was da los ist - ausser sie selber.

, Nr. 5 
antworten
pennystock
473 Postings
seit 2003-02-10


wer´s glaubt wird seelig!

, Nr. 6 
antworten
unke
445 Postings
seit 2004-06-14


es gibt genug stimmen, die gegen eine hyperiflation sprechen und das besser belegen als hr. faber.

, Nr. 7 
antworten
unke
445 Postings
seit 2004-06-14


außerdem glaube ich, dass die fed immer noch schneller ist als die ezb, was zinsschritte betrifft...

, Nr. 8 
antworten
unke
445 Postings
seit 2004-06-14


also investieren wir jetzt alle in gold - oder wa'?

, Nr. 9 
antworten
unke
445 Postings
seit 2004-06-14


wäre interessant zu sehen, wo faber gerade investiert. vielleicht predigt er sich gerade seine eigenen investments hoch...

, Nr. 10 
antworten


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