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30.01.2009 16:59
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Soros: 'Überleben des Euro gefährdet'

"Finanzsystem ist kollabiert" - Zur Rettung der Banken globaler Rettungplan nötig

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George Soros, US-amerikanischer Grossinvestor mit ungarischen Wurzeln, sieht das Überleben der europäischen Einheitswährung gefährdet. Wenn die EU nicht tätig werde - etwa mit "Bad Bank"-Modellen - dann dürfte der Euro diese Krise nicht überleben", sagte Soros in einem Interview mit der Tageszeitung "Der Standard" (Freitagausgabe). Angeblich haben diese Aussagen bereits am Donnerstagabend den Euro auf unter 1,30 Dollar gedrückt.

Die Probleme auf internationaler Ebene seien sehr ernst. Nur auf Konjunkturankurbelungsprogramme zu setzen, reiche nicht aus. Aber es gebe noch zu wenig Aufmerksamkeit dafür, dass weit mehr notwendig sei, so Soros. Die aktuelle Wirtschaftskrise habe sich als "schlimmer herausgestellt" als er das erwartet habe. Eigentlich sei das Finanzsystem kollabiert, die milliardenschweren Rettungspakete der USA und anderer Staaten seien eine künstliche Lebenshilfe.

Zu seiner Einschätzung der Lage in Österreich meinte Soros:"Es gibt ein grosses, grosses Problem auf der internationalen Ebene. Das trifft insbesondere auch auf Österreich zu. Die österreichischen Banken sind sehr stark in Osteuropa engagiert". Zur Rettung der Banken brauche man eigentlich einen globalen Rettungsplan.

Die Verbindlichkeiten könnten die Banken überrollen. Länder an der Peripherie, wie beispielsweise Osteuropa, würden sehr stark unter der Finanzkrise leiden. Es gebe ein Problem mit dem Bankensystem in den aufstrebenden Märkten, das durch den Kollaps des Bankensystems in der entwickelten Welt ausgelöst wurde.

"Das ist nur ein Problem. Das andere ist die Notwendigkeit, sich an Konjunkturankurbelungsmassnahmen zu beteiligen und eigene Pakete zu schnüren. Aber sie haben im Gegensatz zu den USA keine Möglichkeiten, das zu finanzieren. Deshalb braucht es international abgestimmte Massnahmen", so Soros.

Vor allem die Weltbank und der Internationale Währungsfonds sollten diese Koordinierungsaufgabe übernehmen. Für Osteuropa sollte das die EU machen. Die Länder alleine seien eigentlich nicht stark genug, um ihr Bankensystem zu stützen.

Die Lehren aus der Krise sind für Soros klar. "Die Märkte regulieren sich nicht selbst", sagte der Investor laut Nachrichtenagentur AP beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos in der Schweiz. "Sie korrigieren nicht ihre eigenen Übertreibungen". Notwendig sei nach seiner Einschätzung Regulierung und Überwachung, um zukünftige Blasen an den Finanzmärkten zu vermeiden. Ein neues Finanszsystem müsse entstehen. Die Bekämpfung des Klimawandels könnte laut Soros der Motor für ein neues Wirtschaftsswachstum sein.

 



 
bisasam
Soros: 'Überleben des Euro gefährdet'2009-01-31 21:23:22
1868 Postings

seit 2008-10-01

ich dürfte zu wenig hirn haben um mich mit diesem herrn zu messen.

denn wenn das nicht so wäre würde ich daran zweifeln:
es hätte sinn ,dass mehr menschen sich an einem system beteiligen.

die eu als politische einheit HAT ihre fehler.

aber eine währung, die in den grundzügen die staatswährungen aufgrung eines aufnahmensverfahrens ersetzt weiters im zuge eines umrechnungsverfahrens zur vereinfachung eingeführt wurde, hat zukunft.

die verfahren sollten jedoch für alle gleich sein und eingehalten werden.

, Nr. 1 
antworten
nurmut
4253 Postings
seit 2007-10-22


Das BIP pro Einwohner ist in den USA kaum höher als das in Österreich, Deutschland etc.

Das BIP der EU ist bei weitem größer als das der USA , das sind fast doppelt so viele Einwohner. Er soll den Dollar nicht gesundbeten.....

, Nr. 2 
antworten
big_mac
5538 Postings
seit 2008-08-03


"die verfahren sollten jedoch für alle gleich sein und eingehalten werden. "

wie wir wissen gab es einst Kriterien für die Euro-Mitglieder, und die hat man gleich als allererstes aus politischen Gründen ignoriert.

kann schon sein, daß sich Länder wie Griechenland, Italien, Portugal und vielleicht auch Belgien oder Irland einmal verabschieden müssen/dürfen/wollen. Aber wo ist das Problem ?

, Nr. 3 
antworten
nurmut
4253 Postings
seit 2007-10-22


Das Problem des Hr. Soros ist vielleicht, dass er massiv auf den Dollar spekuliert......da muss die Werbetrommel her.

Die Staatsschulden in USA sind ziemlich genau das BIP eines ganzen Jahres, in der EU werden die 60% zwar jetzt "aufgeweicht", aber der Unterschied ist gewaltig. Von den Privatschulden ganz zu schweigen.

Das Problem der EU ist vielleicht, dass die Entscheidungsfindung schwerfälliger ist als in den zentralistisch geführten USA.

"Da werden die USA ihr blaues Wunder erleben.....

wenn China und die Ölstaaten entdecken, dass sie schon zu viele Dollars haben und dort nix einkaufen dürfen.... siehe

http://www.heise.de/tp/r4/arti...

, Nr. 4 
antworten
big_mac
5538 Postings
seit 2008-08-03


pardon, die 60% sind ein heeres Ziel aus Maastricht, das nur wenige in der Euro-Zone erreichen. Gnade Gott, wenn da einer noch Pensionsverpflichtungen dazurechnet.

Eigeninteresse ist beim alten György aber immer zu vermuten.

, Nr. 5 
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