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Nachdem die schwarz-blaue Regierung die Telekom Austria im Jahr 2000 ohne Klärung der Beamtenfrage an die Börse geschickt hat, mit der (noch) aktuellen rot-schwarzen Regierung anscheinend bis zuletzt kein gangbarer Weg für die Verringerung dieses - vom Staat umgehängten - Fixkostenblocks gefunden werden konnte, und die künftige Regierung gerade erst im Entstehen ist, entscheidet sich das Telekom-Management gegen das Nichtstun und zeichnet ein Worst Case-Szenario: 630 Mio. Euro - und damit deutlich mehr als erwartet - werden rückgestellt, 1250 Mitarbeiter mit Beamtenstatus bei vollen Bezügen freigestellt.
Wahrscheinlich hegt der Telekom-Vorstand Hoffnung, dass sich damit der Druck auf Politik und Gewerkschaft erhöht, immerhin wird damit der Personalüberhang im Unternehmen (ursprünglich war von 2500 Mitarbeitern die Rede) mehr als deutlich. 1250 Telekom-Beamte können nach Einschätzung des Managements künftig "spazieren gehen", ohne dass dies Auswirkungen auf Qualität und Service haben wird. Ihre Ansprüche bis zur Pensionierung sind in der Telekom-Bilanz berücksichtigt. Es ist allerdings zu erwarten, dass nicht die gesamten 630 Mio. Euro schlagend werden. So ist zu hoffen, dass zahlreiche Mitarbeiter einen adäquaten Job finden, in dem sie gebraucht werden und nicht zum Nichtstun verdonnert sind. Insofern könnte der Telekom aus dieser Rückstellung auch ein Ergebnispuffer für kommende Jahre erwachsen. Aus dem Börse Express vom 11. November 2008 --> |