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Auf die M&A-Euphorie der Vorjahre folgt nun die Impairment-Welle, das heisst die Wertberichtigungen auf die übernommenen Firmenwerte bzw. andere immaterielle Güter, wie Kundenbeziehungen, Lizenzen, etc.
Die frühere Akquisitionslust vieler Unternehmen hat zur Folge, dass sich in den Bilanzen teils erheblicher Goodwill (Firmenwert) angesammelt hat. Dieser entsteht dann, wenn die Anschaffungskosten über den Buchwerten der zugekauften Aktiva zu liegen kommen. Es wurde bewusst überbezahlt, weil man sich starkes Wachstum, Synergien, etc erhofft hat. Halten diese in Business Pläne gegossenen Hoffnungen nicht mehr einer von Wachstumsverlangsamung und Rezession gekennzeichneten Realität stand, muss abgeschrieben werden. Das tat die OMV bei einer Raffinerie in Rumänien, Palfinger kündigte ebenfalls an, dass sich anstehende Impairmenttests negativ auf das Ergebnis auswirken könnten. Aber auch andere österreichische Unternehmen könnten davon betroffen sein. So weist Wienerberger in der 2007er Bilanz einen Goodwill von mehr als 700 Mio. Euro aus. Auch die Banken - Erste Group stärker als RI - haben in den vergangenen Jahren eifrig Firmenwerte angesammelt. Derartige Impairments müssen nicht immer zu marktbewegenden Ereignissen ausarten. Dennoch wird in Zeiten wie diesen ein grösseres Augenmerk darauf liegen, inwieweit daraus neue Informationen zu den Aussichten der jeweiligen Unternehmen ableitbar sind, nicht zuletzt mit Blick auf die Wachstumsmärkte Osteuropas. Aus dem Börse Express vom 6. November 2008 --> |