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31.10.2008
Und wer bitte möchte der Nächste sein?Von Peter R. Nestler
Das staatliche Hilfspaket kommt den heimischen Banken gerade recht. Eine Stärkung der Kapitalbasis ist gerade jetzt ein Vertrauensvorschuss, den man sich holen musste.
Jetzt stellt sich nur die Frage: Wenn das so toll ist, warum haben nicht gleich alle zugegriffen? Unter dem Motto: Bevor das Geld von den anderen abgestaubt wird, holen lieber wir es uns. Nun, dazu wird im Markt folgende Geschichte erzählt, die natürlich nichts anderes als ein Gerücht darstellt: Als die Regierung das Unterstützungspaket für den heimischen Bankensektor beschlossen hat, haben sich die Banken-G8 Österreichs zusammengesetzt (natürlich nur im übetragenen Sinne und ein Scharlatan, wer so etwas wie Lombard überhaupt in den Mund nimmt) und beraten. Eine ganz bestimmte Bank wollte einmal nicht die erste sein, sondern hat vorgeschlagen: Nehmen wir das Hilfspaket doch alle gemeinsam im Anspruch, dann steht niemand blöd da, wenn er vorprescht, die Kunden werden nicht beunruhigt, weil niemand annehmen muss, dass es irgendwem schlecht geht. An sich ein guter Vorschlag. Nur hat ein anderer, der eigentlich gar kein Bankchef ist, sondern eine Art Genosse, wissen lassen: Das kommt für uns gar nicht in Frage. Nur über meine Leiche. Sein eigentlicher Bankverantwortlicher hat sich sozusagen die Haare gerauft, denn er hätte die Hilfe schon gerne angenommen. Also ist eben die erste Bank vorgeprescht. Und das ist natürlich alles frei erfunden. Aus dem Börse Express vom 31.10.2008. Abos unter www.boerse-express.com/abos --> |