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28.10.2008
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Die Finanzkrise hat sich in die Realwirtschaft durchgefressen, auf die Gewinnwarnung der Erste Group werden europaweit - und ziemlich sicher auch in Österreich - noch viele weitere folgen. Die Vorstände werden vorsichtiger, im Umfeld der Berichtssaison zum dritten Quartal wird das an Deutlichkeit zunehmen, weitere Gewinn-Downgrades von Analysten werden folgen.
Die Experten der Deutsche Bank erwarten nunmehr, dass in Europa die Gewinne börsenotierter Unternehmen um 10% fallen, für 2009 wird ein Rückgang um 5% vorhergesagt. Das Umsatzwachstum könnte von der Dollarentwicklung Unterstützung erhalten, die EBITDA-Margen dürften aber beträchtlich unter Druck kommen. Für die Konsensusprognosen bedeutet das erheblichen Revisionsbedarf nach unten. Was aber zu denken geben sollte: Der Markt preist aktuell viel Schlimmeres ein. In den vergangenen 30 Jahren war der "normale" zyklische Abschwung von durchschnittlichen Gewinnrückgängen von 40% und einem Rückgang des Return on Equity von 4,5 Prozentpunkten gekennzeichnet, errechnete die DB. Aktuell gehen die Anleger aber - basierend auf dem Stoxx 600 Index - von einem Gewinnrückgang im Ausmass von 45% aus. Und die Gewinnentwicklung der Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten lasse keinesfalls darauf schliessen. Eines ist aber ersichtlich: CEE wird mit steigendem Risiko versehen und gilt daher aktuell nicht als Wachtums-, sondern als Risikofaktor. Aus dem Börse Express vom 7. Oktober 2008 |