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06.10.2008 18:00
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ATX kracht mehr als acht Prozent nach unten

Schlusskurs über Tagestief - OMV mit starkem Intraday-Move - Banken und Strabag extrem unter Druck

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Die Marke von 2500 Punkten wurde zwar kurz vor 17.00 Uhr nach unten durchbrochen und der ATX war damit mehr als 11% im Minus, in den letzten Handelsminuten sollte dann aber doch nicht ein derart historisches Kursminus verbucht werden. Der ATX machte noch etliche Punkte auf 2585,13 wett und ging mit einam Abschlag von 8,22% aus dem Handel. Damit liegt er ungefähr gleichauf mit anderen europäischen Börsen: Der DJ Euro Stoxx büsste mehr als 7% ein, ebenso der DAX.

Die grössten Kursverluste im ATX verbuchen die Bankaktien Erste Group und Raiffeisen International sowie die Strabag, die allesamt um die 14% verlieren. Erste Group fällt auf 32,8 Euro zurück, Raiffeisen International kostet nur noch 45 Euro. Das turbulente Umfeld sowie die anhaltend schlechten Nachrichten aus dem Sektor lasten auf den Titeln.

Strabag wird untertags kurz unter die 20-Euro-Marke gedrückt, kann dann aber doch bei 21,28 Euro schliessen. Die Analysten der Deutsche Bank haben das Kursziel für den Bautitel von über 38 auf 30 Euro gesenkt und erwarten einen anhaltend negativen Newsflow aus Russland. Deripaska-Managerin Moldazhanova hat zu Wochenbeginn in Wien bekräftigt, dass die Basel Gruppe von Deripaska grosser Aktionär bei der Strabag bleiben will. Auf Nachfrage konkretisierte sie allerdings, dass dies nicht für jeden Preis, sondern für einen "vernünftigen" Preis gelte.

Intercell bricht um knapp 13% auf 22,6 Euro ein, voestalpine gibt mehr als 11% auf 17,7 Euro ab. Hier haben die Analysten der UBS mit einem Sektorreport aufhorchen lassen. Sie erwarten nun doch einen stärkeren Rückgang der Stahlpreise als ursprünglich angenommen und reduzieren die Gewinnerwartungen und die Kursziele für europäische Stahlhersteller. Für voestalpine lautet die Empfehlung unverändert auf "Kauf", das Kursziel wandert allerdings von 60 auf 34 Euro.

Tiefere Kursziele setzt es auch für die Aktie der OMV von JP Morgan und Merrill Lynch (von letzterer Investmentbank bereits in der Vorwoche). Die RBS stuft die OMV-Aktie allerdings auf "Kauf" hoch, weil der Pessimismus der Anleger übertrieben sei. Die OMV-Aktie schafft auch einen starken Intraday-Turnaround: Vomn Tief bei 24,68 Euro schafft es der Titel bis Handelsschluss wieder auf 28,08 Euro und ist somit der einzige ATX-Wert, der (wenn auch nur leicht) im Plus schliesst.

Starke Verluste müssen einmal mehr die Aktien von Immofinanz und Immoeast hinnehmen: Beide Titel verlieren rund 20% - Immofinanz stürzt auf 1,9 Euro ab. Das entspricht auch fast dem neuen Kursziel, das Kempen für den Titel ausgegeben hat: Dieses lautet auf 1,95 Euro, die Empfehlung wurde auf "Reduce" gesenkt. Für Immoeast wurde das "Neutral" bestätigt, das Kursziel sank auf 2,3 Euro. Der Rücktritt von CEO Petrikovics und die Ernennung des ehemaligen AUA-Finanzchefs Thomas Kleibl als Chef der beiden Immogesellschaften wird von Marktteilnehmern unterschiedlich gewertet. Während viele in Petrikovics' Abgang eine Bestätigung dafür erkennen, in welch schwieriger Situation die beiden Immos sind, sehen andere die Chance, dass die Finanzierung nun auf eine solidere Basis gestellt wird. Es ist allerdings noch nicht bekannt, wann Kleibl erste Schritte seiner Strategie bekanntgeben wird. (bs)

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ATX verbucht Jahresverlust von 34,9 Prozent2011-12-29 18:30:06
pennystock
473 Postings
seit 2003-02-10


denn das schaut vermutlich schlecht aus mit der kursgewinnsteuer, viel wird da für die regierung nicht rausspringen :-))

, Nr. 2 
antworten
Lügendetektor
76 Postings
seit 2011-10-14


Nicht herausspringen? Wer Verluste auf Altbestände hat kann damit steuerlich nichts anfangen, wer aber heute bereit ist Risiko auf sich zu nehmen und zu kaufen muss auf eventuelle Gewinne Steuern zahlen - da wird für die Umverteilungsideologen schon einiges hängen bleiben.

, Nr. 3 
antworten
garein
630 Postings
seit 2007-08-06


Es nimmt aber niemand das Risiko auf sich. Schon gar nicht an einem Börsenplatz, der nicht beaufsichtigt ist und von einem korrupten System mit ebenso korrupter Justiz gehalten wird. Die Wiener Börse ist tot und daran wird sich - solange sozialistische Parteien regieren - auch nichts ändern.

, Nr. 6 
antworten
big_mac
5529 Postings
seit 2008-08-03


ich fürchte, es gibt nur sozialistische Parteien in Österreich.

, Nr. 7 
antworten
jahohl
1813 Postings
seit 2007-12-11


deswegen hat der Faymann ja auch von "Her mit der Marie und Zaster gesprochen ;-)" klingt ja auch cooler nach ausrauben!

Aber zu Glück hat die Börsensteuer ja nicht wirklich ;-) eine negative Auswirkung auf die Wr. Börse wie die Politiker versichert haben. Und das ist wichtig. Da kennen sich unserer Polit Wirtschaftsexperten zum Glück ja aus! Sowie im Anzeigenschalten!

, Nr. 4 
antworten
pennystock
473 Postings
seit 2003-02-10


solange nicht gespart wird muss man eigentlich JEDE neue steuer verweigern, doch ich kenne persönlich auch niemanden (inkl. meiner selbst), der etwas gegen 25% steuer auf kursgewinne einzuwenden hat.

es geht nur um die art der umsetzung

, Nr. 5 
antworten
Anthean
5575 Postings
seit 2007-08-24


Weil man sich um diverse Steuern rumdrückt, wird jetzt (wie von mir erwartet) schon über die USt. nachgedacht - was laut einer Studie mehr bringt als eine Vermögenssteuer. No na - wozu man für so eine jedem Volksschüler klare Einsicht eine Studie in Auftrag geben muß, kann nur einen Grund haben: um sich damit vor dem Bürger zu rechtfertigen.

, Nr. 8 
antworten
twin
400 Postings
seit 2008-04-06



wie sagt man so schön:
ich glaube nur an die statistik, die ich selber gefälscht,
blödsinn, naturlich erstellt habe.
ich weis nicht, wer die studie erstellt hat, von der du sprichst.
aber generell würde ich das so sehen:

je öfter ich eine studie erstellen lasse und bezahle,
- umso öfter kann ich die schuld dem verfasser zuschieben
(s.a.o.anthean)
- um so öfter wird das ergebnis meinen erwartungen anhand der
fragestellung gerecht werden.
- um so öfter bezeuge ich dadurch, dass ich und meine eigenen
experten unfähig sind. (bei experten schwer vorstellbar)
- um so öfter fließt geld in die taschen des studienerstellers,
womit mir seine gewogenheit in jedem fall erhalten bleibt.


, Nr. 9 
antworten
Belnea
146 Postings
seit 2008-10-14


Wenn sowas kommt und gleichzeitig Derivate ausgenommen sind ist zeigt das wie Ahnungslos die Entscheidungsträger in diesen Dingen sind. Ein schönes Derivat, das jede Kursänderung und Div der gewünschten Aktie abbildet und das wars. Muss man nicht mal mehr erfinden ... TRS machts möglich, PutCall Combo, Future auch net schlecht ...

, Nr. 10 
antworten


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