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Die Botschaft, die transportiert werden soll, ist klar: Karl Petrikovics stand für die starke Expansion von Immofinanz und Immoeast, die - gemessen am Börsewert als Gruppe und in besseren Zeiten - als zweitgrösste Player Europas rangierten. Eine Kapitalerhöhung, ein Expansionsschritt folgte dem anderen.
Jetzt sind andere Zeiten angebrochen, es geht nicht um Zukäufe, sondern um liquiditätssichernde Verkäufe, Eigen- und Fremdkapitalmärkte sind so gut wie geschlossen, die Gruppe muss sich zudem aufgrund einer umfangreichen Querfinanzierung Vorwürfe einer schlechten Corporate Governance machen lassen. Ergo: Jetzt ist der Sparmeister gefragt, der vom ehemaligen Wienerberger-Manager und AUA-CFO Thomas Kleibl verkörpert werden soll. Die ersten Reaktionen auf die Rochade fallen unterschiedlich aus: Während viele in Petrikovics' Abgang eine Bestätigung dafür erkennen, in welch schwieriger Situation die beiden Immos sind, sehen andere die Chance, dass die Finanzierung nun auf eine solidere Basis gestellt wird. Wann wenn nicht jetzt, nachdem die beiden Immoaktien 80% verloren haben, soll ein Manager Konsequenzen ziehen? Auf Kleibl kommen zahlreiche Herausforderungen zu, kurzfristig ist es schwer vorstellbar, wie die finanzielle Abhängigkeit der Immofinanz von der Immoeast verringert werden soll. Ein Abverkauf von Immobilien, eine Fusion von Immofinanz und Immoeast, eine Verlängerung des Darlehens ...? Welche Schritte Kleibl setzen wird, werden vom Markt mit Spannung erwartet. Aus dem Börse Express vom 6. Oktober 2008 |