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29.09.2008
Cashpolster - Am besten darauf sitzen bleibenVon Bettina Schragl
Cash ist in Zeiten wie diesen King. Aber wie sollen Unternehmen, die auf gut gefüllten Cash-Polstern sitzen, damit umgehen?
Geht es nach dem Feedback von rund 600 Investoren bei der Global Steel and Mining Conference der Credit Suisse, dann lautet die Antwort: Aggressive Wachstumspläne überdenken und die tiefen Kurse für Aktienrückkäufe nutzen. Warum in ein teures Werk investieren, wenn die Aktien derzeit mit einem KGV von 5 gehandelt werden, war eine der meist gestellten Fragen bei der vorwöchigen Konferenz in London, bei der auch voestalpine präsentiert hat. Wachstum wird vom Markt nicht länger belohnt, vor allem wenn es mit steigenden Input-Kosten verbunden ist. Die Entscheidung der Strabag, ihre Zementpläne in Russland vorerst auf Eis zu legen, fügt sich hier ein. Aber werden Aktienrückkäufe mit Outperformance belohnt? Nein, derzeit ebenso wenig wie hohe Dividenden oder Akquisitionen. Finanzielle Flexibiliät und Unabhängigkeit zählen. Angesichts eines sich eintrübenden Wirtschaftsumfeldes und weiterer Auswirkungen der Bankenkrise sei es für die Unternehmen besser, derzeit auf ihrem Cash-Polster sitzen zu bleiben, meinen denn auch die Aktienstrategen von Goldman Sachs. Unter dem Motto "Bye-bye Buybacks" erwarten sie, dass Aktienrückkäufe weiter abnehmen. Solange Investoren, die auf hohen Cash- Positionen sitzen, nicht zuschlagen, müssten die Unternehmen nicht unbedingt vorpreschen. Aus dem Börse Express vom 29. September 2008 |