Der Sportwettenanbieter
bwin (im Bild: Co-CEOs Bodner und Teufelberger) soll in der Türkei einer Bande von Betrügern aufgesessen sein: Anstelle einer Wettlizenz kaufte man im Vorjahr für 2,25 Millionen
Euro ein wertloses Stück Papier, berichtet das Nachrichtenmagazin "profil" in der aktuellen Ausgabe.
Ermittlungen laufen nicht nur gegen vermeintliche Betrüger, sondern auch gegen den vermeintlich Betrogenen. In der Türkei soll erst kürzlich ein Haftbefehl gegen einen bwin-Manager erlassen worden sein, so das Magazin.
bwin war im März 2007 aufgrund einer Gesetzesänderung gezwungen, sich vom türkischen Markt zurückzuziehen. Um den damit verbundenen Umsatzeinbruch aufzufangen, beschloss man, sich möglichst schnell eine Lizenz zu beschaffen.
bwin-Mann Kevin ONeal, damals noch Business Development Manager, heute Press Officer, übernahm die Sache und nahm in weiterer Folge Kontakt zu mehreren Mittelsmännern auf. bwin wurde schliesslich gegen Zahlung von 2,25 Mio. Euro ein Lizenz über zehn Jahre in Aussicht gestellt. Die Zahlung erfolgt, die Lizenz lässt aber bis heute auf sich warten, geht aus dem Bericht hervor. bwin erhielt lediglich eine sogenannte IDDAA-Lizenz, das ist die Erlaubnis, eine Lotto-Annahmestelle zu eröffnen. (red)