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Nachdem die AUA-Aktie zur Wochenmitte 7,1 Euro erreicht hat und damit das Niveau, zu dem Scheich Al Jaber rund 20% an der Airline erwerben könnte (die Bezugsfrist läuft offiziell noch bis Montag), sind Gewinnmitnahmen keine Überraschung. Die Aktie stürzte am Vormittag bis auf 5,65 Euro zurück, hat sich aber schon wieder deutlich erholt. Volatil dürfte der Titel in den kommenden Wochen bleiben. Auch die Meldung, wonach die Interessentenschar für die Privatisierung der Airline bereits auf rund die Hälfte geschrumpft ist, könnte bei dem einen oder anderen Investor für Enttäuschung sorgen.
Im aktuellen Umfeld ist es ohnehin mehr als verwunderlich, welche Performance die Aktie hingelegt hat. Scheich Al Jaber, der rund um die AUA-Verhandlungen nicht nur seine Bonität angezweifelt sah, hat jetzt allerdings wieder eine bemerkenswerte Position inne. Denn bislang weiss offiziell niemand, wie Al Jaber reagiert, sobald ihm kommende Wochen so viele AUA-Aktien zugeteilt werden, damit er auf 20% an der Airline kommt. Auch wenn Äusserungen in der Vergangenheit darauf deuten, dass er von seinen Rechten nicht Gebrauch macht, weil der Vertrag für ihn keine Gültigkeit mehr hat, könnte er doch den gesamten Privatisierungsprozess signifikant beeinflussen. Bislang liess sich der Scheich jedenfalls nicht in die Karten blicken. Aus dem Börse Express vom 4. September 2008 |