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03.09.2008

EVN und Uniqa gehören in den ATX

Von Christian Drastil
 

Das ATX-Komitee hat gestern Abend wie von uns erwartet entschieden: AUA ersetzt die EVN. Dies ergab sich laut Liste und war logisch so. Die (für uns) eigentliche Überraschung hatte es aber bereits in der Früh gegeben, nämlich insofern, dass Böhler noch in der Liste auftauchte, obwohl ja die Aktie lt. Komitee-Entscheid vom Juni kein Thema für den ATX mehr ist. Aber mit etwas Abstand betrachtet ist der Listen-Verbleib eine richtige Entscheidung.

Man kann beispielsweise nun davon ausgehen, dass Böhler weiter in der Liste bleibt, bis sich z.B. am Fliesshandelskriterium etwas ändert. Zudem sollte Böhler ja von "sich aus" schwächer werden. Denn: Die Beobachtungsliste umfasst ja stets die Handelsvolumina der vergangenen zwölf Monate, und hier werden Monat für Monat hohe Umsätze aus 2007 durch deutlich geringe aus 2008 ersetzt. Irgendwann wird Böhler das Kriterium Handelsvolumen dann nicht mehr schaffen. Wobei: Aktuell werden täglich noch mehr als 20.000 Aktien im Schnitt gehandelt, bei einem Papier, das mehr als 70 Euro kostet, ist das noch immer ein ordentliches Volumen. Insofern ist vielleicht die Vola nicht mehr listengerecht, aber sehr wohl das Volumen.

Was neue "ATX-Aspiranten" betrifft meinen wir: Eine EVN (jetzt rausgefallen) und auch eine Uniqa gehören einfach in den ATX. Allein schon von der volkswirtschaftlichen Bedeutung her. Der EVN fehlt nicht viel, Uniqa müsste hingegen einiges tun. Wie die heutige VIG vor zwei Jahren.

MINI Futures* ATX
  ATX MINI Short
  ATX MINI Long
 * MINI Future Zertifikate sind Hebelzertifikate ohne Laufzeitbegrenzung und Volatilitätseinfluss.