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Intercell AG teilt heute früh mit, dass ihr Hepatitis C Impfstoff "nachhaltige Wirkung bei Phase II‐Patienten" zeigt. Ergebnisse der Langzeitbeobachtung bei chronisch infizierten Hepatitis C‐Patienten würden "die positiven Ergebnisse von Anfang 2008 bestätigen und übertreffen". Die aktuelle Auswertung der Studie zeige erstmals eine statistisch signifikante und langfristige antivirale Wirkung einer Hepatitis C‐Impfung.
Das Wiener Biotechunternehmen veröffentlichte heute die Ergebnisse der 6‐Monats‐Nachuntersuchung der klinischen Phase II‐Studie mit chronisch infizierten Hepatitis C‐Patienten (Genotyp 1), die vorher keine HCV‐Therapie erhalten hatten. Wie bereits im Februar 2008 vorläufig berichtet, bewirkte der therapeutische Hepatitis CImpfstoff (IC41) bis zu zwei Wochen nach der letzten Impfung eine statistisch signifikante Reduktion der Viruslast im Blut von chronisch infizierten Patienten. Die aktuellen Ergebnisse der Langzeitbeobachtung zeigen nun, dass diese Reduktion sechs Monate nach der letzten Impfung sogar noch ausgeprägter ist.
Der Impfstoffkandidat gegen Hepatitis C (IC41) enthält fünf synthetische T‐Zell‐Peptide und Poly‐Arginin (IC30), Intercells Adjuvans der ersten Generation. Die kontrollierte multizentrische Open‐Label Phase II‐Studie umfasste 50 Genotyp 1‐Patienten, die keine Standardtherapie erhalten hatten. Diese Patienten erhielten im Abstand von zwei Wochen insgesamt acht intradermale Impfungen mit zusätzlicher lokaler Anwendung des TLR‐Agonisten Imiquimod an der Injektionsstelle. Die nun vorliegenden Daten aus der Nachuntersuchung von 33 Patienten zeigen einen noch stärkeren Rückgang der Viruslast.
"Unsere Studie ist der erste klare Beleg für eine signifikante langfristige Viruslast‐Wirkung von therapeutischen Impfungen. Insbesondere der steigende RNA‐Rückgang bis 6 Monate nach der Impfung ist äusserst ermutigend und unterstützt die Formulierung unseres Impfstoffs mit IC31®, einem starken TLR‐Agonisten. Zudem kann unser Impfstoff in künftigen Studien mit der Standardtherapie oder aber neuartigen antiviralen Wirkstoffen kombiniert werden", erklärte
Alexander von Gabain, Chief Scientific Officer von Intercell.