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01.09.2008

Immos - Zwei Sachen zählen

Von Bettina Schragl
 

Zwei Dinge sind es, die für Investoren von Immobilienaktien im aktuellen Umfeld von besonderem Interesse sind. Dabei handelt es sich leider nicht um die Höhe des Abschlags vom Aktienkurs zum Net Asset Value und einem damit verbundenen, möglichen Aufwärtspotenzial, sondern vielmehr um die Bewertung des Portfolios und damit Details zu Renditen und Vermietungsgraden sowie die Finanzierungsstruktur.

Sieht man sich den jüngsten Newsflow der in Wien notierten Immopapiere an, so konnten - abgesehen von mehr oder weniger zufriedenstellenden Quartalszahlen -nicht alle in den gefragten Disziplinen punkten.

Dem neuen Atrium-Management etwa gelang es, die Analysten im Conference Call mit Bewertungsfragen zu einem fertiggestellten Türkei-Projekt ziemlich zu verwirren. Auswirkungen der angewandten Bewertung auf die Entwicklungspipeline blieben ebenso offen wie die Frage, in welchem Ausmass diese Pipeline überhaupt noch umgesetzt wird.

Immofinanz wiederum spart (noch) mit Details, wie das zwischenbetriebliche Darlehen an Tochter Immoeast getilgt werden soll. Dieses beläuft sich auf 1,5 Mrd Euro, verschiedene Rückzahlungsoptionen werden geprüft.

Bei der CA Immo sind es die Finanzierung der Entwicklungspipeline in Deutschland sowie ehrgeizige Pläne für Immobilienverkäufe im zweiten Halbjahr, die teilweise für Skepsis sorgen.

Positive Überraschungen in diesen Punkten bzw. mehr Details könnten den Titeln (kurzfristig) durchaus Auftrieb geben.

Aus dem Börse Express vom 1. September 2008