Die
Strabag SE konnte im 1. Halbjahr 2008 die Bauleistung gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um 19% auf 5.296,8 Mio.
Euro steigern. Rund 42% oder 348 Mio. Euro dieser Zunahme entfallen auf Zentral- und Osteuropa, ein Plus von 206 Mio. Euro ist auf den grössten Einzelmarkt Deutschland zurückzuführen. Zudem waren auf Grund der Konsolidierungen der italienischen Adanti S. p. A. und des schwedischen Bauunternehmens ODEN Anläggningsentreprenad AB Erhöhungen in anderen westeuropäischen Ländern zu verzeichnen.
Während das
EBITDA mit 130,1 Mio. Euro um 27% über jenem des 1. Halbjahres 2007 lag, war das
EBIT mit -28,4 Mio. Euro um 31% tiefer. Auf Grund des positiven Zinsergebnisses, das im Vorjahr noch negativ war, konnte beim Vorsteuerergebnis (EGT) eine Verbesserung auf -23,4 Mio. Euro erreicht werden. Das Periodenergebnis wies einen Wert von -17,8 Mio. Euro auf, wohingegen das Periodenergebnis nach Minderheiten auf1,0 Mio. Euro ins Plus drehte. Das Ergebnis je
Aktie lag damit bei 0,01 Euro.
Der konsolidierte Konzernumsatz der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2008 betrug 4.777,4 Mio. Euro, nach 4.046,7 Mio. Euro im Vorjahresvergleichszeitraum (+18%). Der
Umsatz des 2. Quartals 2008 erhöhte sich um 17% auf 3.014,7 Mio. Euro. Alle im 1. Halbjahr erstmals vollkonsolidierten
Unternehmen haben in Summe 101,6 Mio. Euro zum Konzernumsatz sowie1,2 Mio. Euro zum Konzernergebnis beigetragen.
Der Auftragsbestand per 30.6.2008 zeigte ein Plus von 28% gegenüber dem 1. Halbjahr 2007 und eine Steigerung von 27% im Vergleich zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2007. Das Rekordniveau von 13.656,8 Mio. Euro lässt sich auf deutliche Zugänge in allen Segmenten zurückführen. Auf das Segment Hoch- und Ingenieurbau entfallen wie bereits im 1. Quartal 2008 56%, auf das Segment Verkehrswegebau 25% und auf das Segment Sondersparten und Konzessionen 18% des Konzernauftragsbestandes.
Bemerkenswert ist der Umstand, dass Russland mit 2.039,5 Mio. Euro bereits den zweithöchsten Auftragsbestand im Strabag-Konzern aufweist. In diesem dynamisch wachsenden Markt mit vergleichsweise hohen Margen hat sich der Auftragsbestand mit einem Plus von 135% im Vergleich zum ersten Halbjahr 2007 mehr als verdoppelt.
Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Die Ergebnisentwicklung des Strabag-Konzerns ist auf Grund der eingeschränkten Bautätigkeit im Winter einer deutlichen Saisonalität unterworfen. Die beiden ersten Quartale liefern typischerweise einen negativen Ergebnisbeitrag, der durch das Ergebnis im 2. Halbjahr überkompensiert wird. Wegen der saisonalen Entwicklung ist ausserdem ein Vergleich der Ergebnisse zum Vorquartal (Q1/2008) nicht sinnvoll. Bei steigendem Geschäftsvolumen ergibt sich zudem eine erhöhte Saisonalität im Ergebnisverlauf, was sich auch aus den Ergebnissen im 1. Halbjahr 2008 schliessen lässt.
Der Cash-flow aus der Geschäftstätigkeit lag mit -346,4 Mio. Euro unter dem Vorjahresvergleichswert von-248,3 Mio Euro. Der Cash-flow aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich auf Grund der Akquisitions- und Expansionstätigkeit der Strabag-Gruppe von -298,9 Mio. Euroauf -591,7 Mio Euro. Da der Konzern im 1. Halbjahr deutlich weniger Bankverbindlichkeiten einging, reduzierte sich der
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von 290,9 Mio. Euro auf 24,9 Mio. Euro.
Für die Halbjahresergebnisse der
Strabag SE hatten Analysten deutliche Zuwächse bei Umsatz und Bauleistung erwartet. Unicredit, RCB und Erste Group schätzen durchschnittlich einen um 14,5 Prozent auf 4,632 Mrd. Euro gestiegenen Umsatz. sowie eine Bauleistung von 5,099 Mrd. Euro. Das EBIT wurde im Vorfeld bei -17,4 Mio. Euro gesehen. Das Nettoergebnis nach Minderheiten (net profit) sollte ins Positive gedreht haben. Hier erwarteten die Experten im Schnitt ein Plus von 2,8 Mio. Euro, nachdem im Vergleichszeitraum noch ein Fehlbetrag von 17 Mio. Euro verbucht worden war.