Der Low Cost Carrier
SkyEurope ist im dritten Quartal stärker in die Verlustzone gerutscht. Das Nettoergebnis beläuft sich auf minus 16,8 Mio.
Euro, nach minus 5,13 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der
Umsatz konnte mit 67,9 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums gehalten werden. Das
EBIT wird für das dritte Quartal mit minus 14 Mio. Euro angegeben, nach einem Abgang von 5,2 Mio. Euro, geht aus dem Quartalsbericht hervor.
Das
Eigenkapital ist mit rund 50 Mio. Euro negativ, nach einem minus von 23,6 Mio. Euro per Ende Juni 2007. Die Entwicklung der liquiden Mittel lässt die Alarmglocken schrillen: Diese haben sich auf 2,66 Mio Euro verringert.
"Die Treibstoff-Rekordpreise hatten während des Quartals negative Auswirkungen auf unser Passagier- und Umsatzwachstum (während die Passagierzahlen in den ersten neun Monaten/YTD um 19,8% YTD gesteigert werden konnten), da wir gezwungen waren, die Ticketpreise zu erhöhen und die Kapazitäten zu reduzieren, um Routen mit schlechter
Performance zu senken", so das
Unternehmen. Signifikante Auswirkungen gab es auch auf der Kostenbasis, da die gestiegenen Treibstoffpreise die Verbesserungen bei unseren Stückkosten wieder zunichte machten.
Für das vierte Quartal 2008 rechnet SkyEurope gegenüber dem Vergleichsquartal 2007 mit einem Umsatzwachstum auf Grund höherer Passagierzahlen und Zusatzeinnahmen. Doch das Wachstum insgesamt werde in diesem Quartal geringer als in den letzten Jahren ausfallen, was mit den infolge der hohen Treibstoffpreise vorgenommenen Kapazitätskürzungen zusammenhängt. Der rapide Anstieg der Treibstoffpreise in diesem Jahr werde den einschlägigen Aufwand für SkyEurope voraussichtlich um etwa 40 Mio. Euro gegenüber 2007 erhöhen, was sich auf Kosten und die Profitabilität insgesamt auswirke.
Weiters rechnet die Airline mit einer Senkung der Kosten je Sitzplatz (ohne Treibstoffe) von mehr als 10% für das Geschäftsjahr bzw. mit einer geringfügigen Senkung der gesamten Kosten je Sitzplatz. Im Zuge einer neuen Preispolitik werden die Tarife erhöht. "Wir glauben, dass unser Streckennetz in Zukunft weniger saisonabhängig und preissensibel sein wird, so dass wir auch mit den höheren Treibstoffpreisen und den Auswirkungen eines globalen Konjunkturabschwungs besser zurecht kommen. Die getätigten Investitionen in die Neuausrichtung unseres Geschäftsmodells und unsere Positionierung in
Wien und Prag als jeweils grösster Low-Cost-Carrier in diesen Märkten sind nun abgeschlossen und wir rechnen mit positiven Auswirkungen im 4. Quartal dieses Jahres und darüber hinaus", so das Unternehmen.
(bs)