AUF EINEN BLICK:
-BÖRSEN:
USA besonders klar im Plus
-DEVISENMARKT:
Euro erholt sich von seinem Sechsmonats-Tief
-ROHSTOFFE: Der Preis für Rohöl ist am Donnerstagmorgen 0,9 Prozent gestiegen, das Barrel (159 Liter) kostete 119,20 Dollar. Gold verteuerte sich im asiatischen Handel 0,8 Prozent auf 833,15 Dollar je Unze.
- BÖRSENBAROMETER: 27.8. 26.8.
Veränderung in % Dax - 0,3 + 0,7 DJ Euro Stoxx 50 + 0,1 + 0,5
Dow Jones + 0,8 + 0,2 S&P 500 + 0,8 + 0,4
Nasdaq Composite + 0,9 - 0,2
Der
Nikkei Index der
Börse Tokio gab im späten Handel am Mittwoch 0,2 Prozent ab. Am Dienstag hatte der Index ebenfalls 0,2 Prozent nachgegeben.
+++++++
WELTBÖRSEN
US-Börsen verzeichnen besonders klaren Anstieg
Die wichtigsten
Indizes in Asien und Europa haben gestern keine klare Richtung gefunden. In den USA verzeichneten die Börsenbarometer hingegen durchgehend Gewinne.
Die Märkte im Raum Asien-Pazifik erhielten Unterstützung von besser als erwarteten Bilanzen - beispielsweise beim Telekomkonzern China Mobile und Australiens Nummer zwei unter den Öl- und Gasproduzenten, Woodside Petroleum. Beide Werte verteuerten sich mehr als drei Prozent.
In Europa gab es bei Finanzwerten und Autoaktien starke Verluste. Die Börsen in Amsterdam und in London profitierten jedoch von Kursgewinnen bei den Rohstoff- und Ölwerten.
An der Wallstreet legten die Indizes zu, nachdem die
Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter im Juli unerwartet gestiegen waren.
+++++++
AUSBLICK:
Märkte heute für Donnerstag 28. August
KONJUNKTURDATEN
-Deutschland: Arbeitsmarktdaten August (9.55 Uhr)
-Euroraum:
Geldmenge M3 Juli (10 Uhr)
-Großbritannien: Hauspreise August (8 Uhr)
-USA:
BIP 2. Quartal, Privater Konsum 2. Quartal, Arbeitsmarktdaten Woche (je 14.30 Uhr)
UNTERNEHMENSERGEBNISSE
-Accor (AC FP) H1: Der
Gewinn des größten europäischen Hotelbetreibers fiel 48 Prozent auf 310 Mill. Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte der Verkauf von Objekten einen Sondereffekt verursacht.
-Air Berlin (AB1 GY) Q2
-AWD (AWD GY) H1: Der Finanzdienstleister erzielte im ersten Halbjahr einen Erlös von 335,8 Mill. Euro.
-Bank of China (3988 HK) H1
-Bertelsmann (BTG GR) H1 -Crédit Agricole (ACA FP) Q2: Die nach Marktwert drittgrößte Bank Frankreichs hat einen Gewinneinbruch von 94 Prozent auf 76 Mill. Euro erlitten. Grund waren durch Abschreibungen bei von US-Bondversicherern garantierte
Anleihen.
-Dell (DELL US) Q2: Analysten erwarten bei dem Computerhersteller für das zweite Quartal einen Gewinnrückgang von 3,6 Prozent auf 719,2 Mill. Dollar (486,4 Mill. Euro)
-Fielmann (FIE GY) Q2: Der Brillenspezialist steigerte den Gewinn im zweiten Quartal von 15,9 auf 29,1 Mill. Euro. Der
Umsatz stieg von 250,6 auf 273,4 Mill. Euro.
-Intesa Sanpaolo (ISP IM) Q2 -Möbel Walther (MWA GR) H1
-Swiss Life (SLHN VX) H1: Der größte Schweizer Anbieter von Lebensversicherungen steigerte den Gewinn im ersten Halbjahr von 615 Mill. Franken auf 1,64 Mrd. Franken. Damit blieb das
Unternehmen hinter den Erwartungen zurück. Die Gewinnprognose für das Gesamtjahr werde Swiss Life nicht einhalten könnten, hieß es.
-Tod's (TOD IM) H1 -Tiffany & Co (TIF US) Q2
+++++++
DEVISENMARKT:
Euro erholt sich von seinem Sechsmonats-Tief
Der Euro hat gestern 0,5 Prozent zum Dollar zugelegt und sich damit von dem am Vortag erreichten Halbjahrestief etwas erholt. Am Abend kostete der Euro 1,4727 Dollar. Schub brachten zunächst Äußerungen von
EZB-Ratsmitglied Axel Weber, die für die Zukunft eher auf höhere als auf niedrigere Leitzinsen im Euro-Raum schließen lassen.
Zudem galt die US-
Währung unter Devisenhändlern als "überkauft". Der Markt habe die Dollar-Risiken vernachlässigt, sagte Stratege Michael Klawitter von Dresdner Kleinwort. Die jüngste Warnung des US- Einlagensicherungsfonds zur steigenden Zahl von Problembanken zeige, dass der Ausblick für die US-
Konjunktur nicht besonders gut sei. Am Nachmittag reduzierten jedoch überraschend gestiegene US-Daten zum Auftragseingang langlebiger Güter die Euro-Gewinne.
Zum britischen Pfund gewann der Euro 0,4 Prozent, die europäische Gemeinschaftswährung ließ die Marke von 80 Pence deutlich hinter sich. Neue Negativnachrichten vom Immobilienmarkt auf der Insel schürten Rezessionsängste: Der größte Eigenheimbauer des Landes, Taylor Wimpey, schockte den Markt mit einem Halbjahresverlust von 1,4 Mrd. Pfund. Die Bank of America erwartet, dass der britische
Leitzins in diesem Jahr um 1,5 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent herabgesetzt wird, um die
Wirtschaft anzukurbeln.
++++++
ROHSTOFFE:
-Öl: Der Preis für Rohöl ist am Donnerstagmorgen 0,9 Prozent gestiegen, das Barrel (159 Liter) kostete 119,20 Dollar. Es wurde spekuliert, Tropensturm Gustav könnte an den Öl- Produktionsanlagen im Golf von Mexiko Schäden in ähnlicher Größenordnung anrichten wie seine Vorgänger Katrina und Rita. Das Hurrikan-Warnzentrum in Miami erwartet die Ankunft an der Küste Louisianas, wo die meisten Bohrinseln und Pipelines liegen, am Montag.
-Gold: Das Edelmetall verteuerte sich im asiatischen Handel 0,8 Prozent auf 833,15 Dollar je Unze. Gold war als Investment-Alternative gefragt, da der Dollar gegen den Euro wieder etwas zurückfiel und da der Ölpreis anzog. Die Nachfrage von Seiten Gold verarbeitender Unternehmen sei schwach, sagten Händler.
+++++++
USA NACH BÖRSENSCHLUSS
US-Hypothekeninstitut
Fannie Mae setzt Finanzchef vor die Tür
Das angeschlagene Hypothekeninstitut Fannie Mae wechselt einige seiner Top-Manager aus. Sowohl Finanzchef Stephen Swad als auch Robert Levin, Chief Business Officer, und Enrico Dallavecchia, Chief Risk Officer, werden das Haus verlassen. Fannie und das kleinere Schwesterinstitut
Freddie Mac haben nach dem Zusammenbruch des US-Hypothekenmarktes dieses Jahr bereits rund 85 Prozent ihres Börsenwertes verloren.
++++++
Gewerkschaft: United streicht 1550 Jobs bei Flugbegleitern
Der Lufthansa-Partner United Airlines will nach Gewerkschafts- Angaben insgesamt 1550 Flugbegleitern kündigen. Der Schritt ist Teil eines umfangreichen Plans, der die Streichung von Stellen sowie die Stilllegung von Maschinen vorsieht. Der hohe Ölpreis hatte der Fluggesellschaft zuletzt deutlich zugesetzt. United Airlines ist eine Tochter von UAL Corp.
++++++
Microsoft bessert Internet Explorer nach - mehr Datenschutz
Microsoft Corp. hat eine Testversion seiner Browser-Software Internet Explorer veröffentlicht. Sie gibt Nutzern die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, ob die besuchten Seiten abgespeichert werden. Microsoft wird zunehmend von Konkurrenzprodukten wie dem Firefox von Mozilla Corp. und Safari von Apple Inc. unter Druck gesetzt.
(In Kooperation mit Bloomberg)