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09.11.2008
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"Der Handel mit Airline-Aktien kann Ihr Vermögen gefährden". Das Risiko-Statement, mit dem die UBS ihre Analysen zu Airline-Aktien versieht, spiegelt die schwierige Einschätzbarkeit der Krise, in welcher die Airline-Branche steckt, wider. Mit Verweis auf zahlreiche Unsicherheiten, wie etwa Ölpreis, Arbeitskonflikte, Konkurrenz von Low Cost Carriern, heisst es: "All diese Risikofaktoren kombiniert machen unsere Schätzungen statistisch betrachtet unzuverlässig, aber es ist nach wie vor das Beste, das wir tun können".
Die Analysten der Deutsche Bank wiederum schlagen eine neue Betrachtungsweise für den Sektor vor. Da eine Entkoppelung von Kursen und Gewinnrevisionen zu beobachten sei, mache es weniger Sinn, bei Airlines auf Gewinn-Multiples abzustellen. Stattdessen sollte in Betracht gezogen werden, wie lange die Branche benötigt, um wieder an die Höchstgewinne aus 2007 anschliessen zu können. Das wird dann mit den Erwartungen, die in den aktuellen Kursen stecken, verglichen. Das Ergebnis: Die Analysten der Deutsche Bank schätzen, dass der nächste Gewinnhöhepunkt erst in fünf Jahren erreicht sein wird: zwei Jahre zur Verdauung der Ölpreis-Entwicklung und weitere drei Jahre, um die Gewinne wieder aufzubauen. Und das wiederum impliziere ein Abwärts-Risiko von 16% für die Airline-Aktien. Wenig erbaulich für die Anleger. Aber mit dem UBS-Disclaimer ("unsere Schätzungen können signifikant falsch sein") im Hinterkopf lässt sich das schon wieder leichter ertragen. Aus dem Börse Express vom 25. August 2008 |