|
|
User online: 722 |
|
|
|
01.12.2008
30.11.2008
28.11.2008
27.11.2008
26.11.2008
25.11.2008
23.11.2008
22.11.2008
21.11.2008
20.11.2008
19.11.2008
18.11.2008
17.11.2008
16.11.2008
15.11.2008
14.11.2008
13.11.2008
12.11.2008
11.11.2008
09.11.2008
|
Erste Bank-Chef Andreas Treichl nahm sich bei der Präsentation der Halbjahreszahlen im Ende Juli kein Blatt vor den Mund. Es sei schon enorm, wieviel Research-Material zum rumänischen Markt publiziert worden sei, teilweise von "24-jährigen Analysten", die sich selbst zu volkswirtschaftlichen Professoren ernannt hätten, sagte er.
Bedenken über die makroökonomische Entwicklung des Landes, in dem die Erste Bank durch die Übernahme der BCR zu einem grossen Player aufgerückt ist, lasten seit geraumer Zeit auf dem Aktienkurs. Einige der Einschätzungen sind für Treichl aber so "abstrus, dass man sie irgendwann im Rahmen einer Vorlesung veröffentlichen sollte", um zu zeigen, "wieviel Schwachsinn man schreiben kann, wenn man die Fakten nicht versteht". Ähnliche Gefühle könnten nun bei den Raiffeisen International-Bankern geweckt werden. Die Analysten von Morgan Stanley haben nun nicht nur Bedenken wegen der Entwicklungen in Ungarn, Rumänien und Bulgarien, sondern sehen auch in der Ukraine ein schwierigeres Umfeld für Banken, dem sich RI wohl nicht entziehen könne. Im "Bear Case Szenario", dem die Investmentbank immerhin eine Wahrscheinlichkeit von 20% einräumt, würde es mit dem Kursziel sogar in Richtung 30 Euro gehen. Nun gilt es abzuwarten, ob auch andere Analysten auf den Ukraine-Zug aufspringen. Dem Kurs würde das sicher nicht guttun. Aber wie sagte Treichl auch noch: In schwierigen Zeiten wie diesen müssen sich Fonds, Analysten, etc. eben differenziert verkaufen, wenn nicht durch gute, dann eben durch schlechte Stories. Aus dem Börse Express vom 21. August 2008 |