DJ Glos: Hapag-Lloyd-Verkauf geht Bundesregierung nichts an
BERLIN (
Dow Jones)--Bundeswirtschaftsminister Michael Glos hat erneut ein Eingreifen der Bundesregierung in den Verkaufsprozess von Hapag-Lloyd ausgeschlossen. "Von diesem Gesetz (Außenwirtschaftsgesetz) her und in meinen Augen kann Hapag-Lloyd kaufen, wer immer es kaufen will", sagte Glos am Mittwoch bei der Pressekonferenz zu den Änderungen des Außenwirtschaftsgesetzes, die eine striktere Regelung für ausländische Investitionen vorsehen und denen das Bundeskabinett am Mittwochmorgen zugestimmt hatte.
Durch einen solchen Verkauf werde kein "fundamentales Interesse unserer Gesellschaft berührt", sagte Glos. Daher sei es Sache der Eigentümer. "Es ist nichts, was in dem Fall den Gesetzgeber oder die Bundesregierung etwas angeht", sagte der Minister.
Die TUI
AG, Hannover, hatte sich im März nach Druck von Grossaktionären zum Verkauf der Schifffahrtssparte Hapag-Lloyd entschlossen. Inzwischen hat der Konzern den engeren Bieterkreis bestimmt. Dazu sollen die Neptune Orient Lines (NOL) aus Singapur, die zum singapurischen Staatsfonds Temasek gehört, und ein Konsortium aus Hamburger Unternehmern und Kaufleuten gehören. Durch den Zusammenschluss mit Hapag-Lloyd würde NOL weltweit auf den dritten Rang der Containerreedereien rücken.
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August 20, 2008 06:43 ET (10:43 GMT)
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