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Dass die AUA als Wahlkampfthema usgelassen wird, war wohl nicht ernsthaft anzunehmen. Während SPÖ-Kanzlerkandidat Faymann in der Sonntags-Krone zwischem zweiseitigem Faymann-Porträt und halbseitigem Faymann-Inserat ("Genug gestritten") seine Unterstützung bei der Partnersuche für die AUA mit der Bedingung einer österreichischen Sperrminorität verknüpft hat, nennt ÖVP-Minister Bartenstein das zwar wünschenswert, allerdings sei angesichts der Luftfahrt-Turbulenzen nicht die Zeit, Bedingungen zu stellen.
Der Umstand, dass AUA-Aktionär Wiener Städtische zu Wochenbeginn "die jüngst getätigten Aussagen" von Faymann und Bartenstein zur Sperrminorität "begrüsst" und diese Idee unterstützt, lässt darauf schliessen, dass sich hier ein Kompromiss für die Ministerratssitzung am 12. August anbahnt -nach dem Motto: Partner - ja, aber Sperrminorität in österreichischer Hand. Das könnte freilich eine Partnersuche deutlich schwieriger machen, weshalb auch die ÖIAG sich einen Privatisierungsauftrag für bis zu 100% wünscht. Die Konsequenzen: Entweder Staat und AUA müssen es für einen Partner (noch) billiger geben, oder es findet sich gar kein Interessent. Denn auch ohne Partner wird die AUA noch etliche Einschnitte im Kosten- und Personalbereich vornehmen müssen. Und da ist die ÖIAG-Sperrminorität für einen Investor, der nicht über die klare Mehrheit an der Airline verfügen kann, keine lockende Karotte. Aus dem Börse Express vom 4. August 2008 |