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(c) Bloomberg
22.07.2008

Ergebnissaison so richtig angelaufen

Von Bettina Schragl
 
Die reduzierte Umsatz-Guidance von Vodafone schmeckt den Börsianern heute gar nicht. Es sind vor allem zwei Punkte, die stutzig machen: Zum einen der Umstand, dass sich Vodafone binnen acht Wochen zum zweiten Mal gezwungen sah, die Erwartungen der Anleger nach unten hin anzupassen. Zum anderen, weil nach den Branchenkommentaren des letzten Quartals, wonach es keinen Einfluss der wirtschaftlichen Abschwächung auf das Konsumentenverhalten gebe, nun doch das Gegenteil offensichtlich wird.

Die Ergebnissaison in Europa ist mit dieser Woche so richtig gestartet, rund 60 grosse Unternehmen berichten bis Freitag, in der nächsten Woche sind es deutlich über 100. Seit Jahresbeginn sind die Konsensusprognosen für die 2008er Gewinne um rund 9% zurückgekommen. Nach einem Wachstum von 10% im Jänner sind es nun nur noch 2%. Das schürt bei den Analysten von Goldman Sachs die Hoffnung, dass die Ergebnisse schlussendlich doch die niedrigeren Erwartungen übertreffen könnten.

Schlechte Nachrichten gibt es erneut für den Bankensektor aus den USA: Nach der Gewinnwarnung von American Express schockt die Bank Wachovia um die Mittagszeit mit der Höhe ihres Quartalsverlusts die Märkte. Die Aktien von Raiffeisen International und Erste Bank tauchen daraufhin in einer ersten Reaktion um rund 5% ab.

Aus dem Börse Express vom 22. Juli 2008

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