Er war der Gott des Trip-Hop. Er könnte es noch immer sein. Das Potenzial dazu hat er nach wie vor. Doch die so hippe Musikrichtung der 90er liegt seit geraumer Zeit darnieder. Macht nichts. Aus der Not eine Tugend gebären kann auch Adrian Thaws. Dass Tricky (klingt nicht so nach einem steifen Rechtsanwalt) mehr drauf hat als nur den Bristol Sound, beweist er mit dem famosen "Knowle West Boy".
Auf seinem ersten Album sein fünf Jahren orientiert sich der "Godfather of TripHop" überall- und nirgendswo hin. Bei "Puppy Toy" trägt er die Farben von Chelsea hoch. Vom Blues zum Urväter Britpop eines Paul Weller wechselt das Soundchamäleon bei "Council Estate" und das verstörende "Coalition" erinnert gar an ein Lied einer noch zu bildenden Rap-Supergroup aus "Faithless" und "Body Count".
Wer jetzt nur auf Trip-Hop fixiert ist, muss nicht gleich Trickys Meisterstück "Maxinquaye" aus dem Plattenarchiv herauskramen, um seine Bedürfnisse befriedigt zu bekommen. Ganz vergessen hat tricky Tricky seine Trip-Hop-Wurzeln (Gott"father" sei Dank) nicht -"Cross To Bear" ist zum Beispiel eines der trip-hoppigeren Stücke.
Der Altmeister hat nichts verlernt. Und seinen Horizont darüberhinaus erweitert. Trippie-Yeah!!! (hd)
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