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18.07.2008

Intercell: Interpretation der Insider-Deals vom 11.7.

Von Christian Drastil
 
Liebe Leser! In der FMA-Datenbank zu den Directors Dealings sind am 11.7. etliche Einträge zu Intercell vermerkt. Die Vorstände Gerd Zettlmeissl, Alexander Von Gabain und Werner Lanthaler scheinen allesamt jeweils auf der Käuferseite als auch auf der Verkäuferseite auf: Zettlmeissl und Von Gabain kauften je 12500 Stück zu 1,85 Euro und verkauften je 7500 Stück zu 29,1 Euro. Lanthaler kaufte sogar 18750 Stück zu 1,85, verkaufte dafür 10.000 Stück zu 29,1 Euro.

Klar, der günstige Einstiegskurs ergibt sich aus der Berechtigung durch ein Stock Option Programm - aber hat das Vorstandstrio postwendend wieder Kassa gemacht? Ja, aber mit guter Begründung, denn die Teilverkäufe dienten ausschliesslich zum Abdecken der Steuerschuld aus den Optionsgewinnen.

Dies bestätigte Lanthaler im Gespräch mit dem BE für sich und Kollegen. Insgesamt hätten sich Lanthalers Holdings sogar erhöht und er habe Tage darauf bei 26 sogar weiter zugekauft. Wir meinen: Hier ist Österreichs Steuergesetz sehr unfreundlich, man hinkt hinter etwa der Schweiz, UK oder USA deutlich hinten nach. Die Steuerbelastung ist enorm, aber das sehen Kritiker hoher Managementvergütungen natürlich nicht.

BE-Hinweis: Die ICLL-Transaktionen und ein Kauf von WIE-AR Rasinger sind unter www.boerse-express.com/directorsdealings eingetragen

Aus dem BE vom 18.7.: http://www.boerse-express.com/abo

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