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(c) Bloomberg
16.07.2008

Die Alternative zu CPI/Gazit

Von Bettina Schragl
 
Man kann wohl ausschliessen, dass Meinl einen Pakt mit dem Wettergott hat. Aber der Nebel, der sich am Dienstagabend über der Kanalinsel Jersey ausgebreitet und die Anreise der Anleger zu den heutigen Hauptversammlungen von Meinl European Land um Stunden verzögert hat, passt nur zu gut ins Schema, den Investoren die Ausübung ihrer Rechte so mühsam wie möglich zu gestalten. Fast 15 Stunden waren einige von Wien aus nach Jersey unterwegs, um an der ausserordentlichen und ordentlichen Hauptversammlung teilnehmen zu können.

Erste Infos, die von den laufenden Hauptversammlungen zu uns durchdringen, zeigen, dass sich die Mühsal fortsetzen dürfte. So wird berichtet, dass Fragen nur schriftlich gestellt werden dürfen. Auch soll es bei einigen Anlegern Schwierigkeiten mit der Zulassung gegeben haben.

Die Hauptversammlungen werden sich wohl einige Stunden hinziehen, es besteht aber kaum ein Zweifel, dass der CPI/Gazit-Einstieg und die 280 Mio. Euro an die Meinl Bank durchgewunken werden - eben weil Gazit die Hand auf der Stimmberechtigung der Partly Paid Shares hat.

Die Alternative, also keine Mehrheit für die Beschlüsse, hat aber auch enorme Tücken. Denn das würde heissen: Vorerst keine Lösung der Corporate Governance Problematik, ein verschärftes Refinanzierungsproblem sowie mögliche weitere Downgrades von Ratingagenturen und Analysten.

Aus dem Börse Express vom 16. Juli 2008

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