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(c) Bloomberg
15.07.2008

Osteuropa muss halten

Von Bettina Schragl
 
Die dortigen Wirtschaften dürfen sich zwar in punkto Wirtschaftswachstum etwas abschwächen - wie von der Grosszahl der Experten erwartet -, es darf aber zu keiner rasanten Bremsung kommen. Auch AUA-Chef Ötsch unterstreicht am Dienstag, dass es der Airline zugute komme, "dass die Märkte in Zentral- und Osteuropa robuster und vom Konjunkturrückgang weniger stark betroffen" seien.

Und wenn diese Robustheit nicht hält und es doch zu einer stärkeren Bremsung kommt? Dann wären mit Blick auf die Handelsverbindungen vor allem Deutschland und Italien betroffen. Eine Finanzkrise in Osteuropa oder Leistungsbilanzprobleme in den baltischen Staaten wiederum würden vor allem Österreich und die skandinavischen Staat treffen, was vor allem mit der Präsenz der dortigen Banken in diesen Ländern zu tun hat.

Aber nicht nur Raiffeisen International und Erste Bank zählen laut einer aktuellen Studie der UBS zu jenen Unternehmen, die im Aktienuniversum der Investmentbank am stärksten in Osteuropa exponiert sind. OMV, Wiener Städtische und Telekom Austria finden sich ebenfalls darunter. Es muss aber berücksichtigt werden, dass in den diversen Berechnungen auch der Russland-Anteil zur "Osteuropa-Region" hinzugerechnet wird. Und für Russland sind die meisten Experten positiver gestimmt als für den Rest Osteuropas.

Wie gesagt, diese Annahmen sind nicht das Basis-Szenario der UBS. Aber die Sensibilität bzw. die Sorgen sind gestiegen. Das ist mit ein Grund, warum die Aktie von Raiffeisen International von der Liste der "Key Calls" der UBS weichen musste.

Aus dem Börse Express vom 15. Juli 2008

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