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13.07.2008
Tiefpunkt kann nicht weit entfernt seinVon Erste Bank Analyst Christoph Schultes*
Das negative Highlight der Woche war sicherlich die Wienerberger Aktie, die nach der überraschenden Gewinnwarnung am Donnerstag um insgesamt 25,6% einbrach. Im zweiten Quartal musste man Umsatzrückgänge hinnehmen, für das Halbjahr rechne man daher mit einem Rückgang des operativen Ergebnisses in Höhe von 10%, was alleine ja noch keine Katastrophe ist, wäre da nicht der schlechte Ausblick. Zumtobel verlor nach negativen Analystenempfehlungen ebenfalls kräftig und zwar um mehr als 10%. Sehr schwach waren auch SBO, Post und EVN, jedoch ohne bedeutenden Newsflow. Der einzige Gewinner der Woche war RHI mit einem satten Plus von 7,7%. Halbwegs stabil schloss die Intercell, deren Übernahme von Iomai weiter vorankommt. Von Unternehmensseite gab es in dieser Woche nur die Quartalszahlen von Agrana, die ebenfalls schlecht und mit einer Gewinnwarnung verbunden waren. Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten. In der nächsten Woche gibt es dann das Trading Statement der OMV. Dividendenzahlungen erwarten wir von Do&Co (EUR 0,15) und Kapsch TrafficCom (EUR 0,90). Die Frage, wie es weitergeht, ist schwer zu beantworten und natürlich vom Ölpreis mit abhängig. Die letzten Tage waren von hoher Volatilität gekennzeichnet. Ob allerdings die Talsohle schon erreicht ist, bleibt unsicher. Unserer Meinung nach kann das Tief allerdings nicht weit entfernt sein. Das KGV des ATX auf Basis 2008 ist schon jetzt einstellig, was historisch gesehen jeweils die Untergrenze markiert hat. Weitere Details folgen nächste Woche, wo wir in einer Pressekonferenz den Ausblick zum 2. Halbjahr - Aktien International und Wiener Börse - präsentieren. * Aus dem Equity Weekly des Erste Bank Research |