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11.07.2008
SelbstbedienungsladenVon Bettina Schragl
Aber sie ist nicht von vornherein gut. Denn das hängt vom Preis ab und von der Höhe des Goodwill, den sich die betroffenen Unternehmen derart in ihre Bilanzen schaufeln. Die Immofinanz-Gruppe hat den Spagat nicht schlecht gemeistert: Obwohl erst im Vorjahr die Managementverträge verlängert worden sind, wurde bei der Berechnung des Kaufpreises auf die Ablösung der künftig anfallenden performance-abhängigen Gebühren verzichtet. Wie die Ablösen im Detail bei Meinl Power errechnet worden sind (bzw. bei Meinl Airports errechnet werden), wissen wir nicht (das werden wir auch nicht erfahren, weil MIP die von Lazard erstellte Fairness Opinion den Anlegern nicht zur Verfügung stellen wird). Der Umstand, dass die Meinl Bank bei MIP und MAI nochmals kräftig in die Kasse langen will, falls sich die Unternehmen gänzlich von ihr lösen wollen, unterstreicht jedenfalls die Funktion der Gesellschaften als Art Selbstbedienungsladen. Auch Karl-Heinz Grassers Bekenntnis, nicht an eine Rückkehr in die Politik zu denken, wird vor dem Hintergrund einer möglichen Ablöse von 32 Mio. Euro für die Managementgesellschaft (1/3 an dieser hält Grasser), zumindest vorerst glaubwürdiger (dann wäre er allerdings wieder frei). Falls das alles wirklich durchgeht, waren zumindest aus Sicht der Meinl Bank ihre Berater das Geld wert. Die Anleger müssen am 28. Juli entscheiden. Aus dem Börse Express vom 11. Juli 2008 |