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08.07.2008
Risikoaversion im extremen BereichVon Bettina Schragl
Vielleicht bleibt es ja dabei, allzu viel erwarten sollte man sich aber nicht mehr. "Wir prognostizieren für das dritte Quartal - und möglicherweise sogar bis Jahresende - keine deutliche Erholung mehr", hiess es zuletzt seitens der Erste Bank zur weiteren Entwicklung. Die Risikoaversion der Anleger ist zuletzt auch wieder in den extremen Bereich geklettert. Der von UBS gemessene "Equity Risk Appetite Indicator" ist von minus 0,97 auf minus 1,28 zurückgekommen. Das ist zwar besser als der Wert vom Jänner dieses Jahres, aber deutlich schlechter als in den vergangenen Monaten. Das Auffallende dabei: Waren es Anfang des Jahres die Vorgänge an den Credit Markets, die für sinkenden Risikoappetit sorgten, so sind es nun die Aktien. Die Risikoaversion ist hier sogar grösser als im März. Die Sorgen der Anleger kreisen nunmehr weniger um die Liquidität, denn um globale Inflationsszenarien, welche die Notenbanken zu eine strafferen Politik veranlassen könnten. Ein weiterer Anstieg der Risikoaversion ist somit nicht ausgeschlossen. Investoren fahren ihre Positionen im Beta-Bereich zurück, defensive Sektoren werden weiter hochgehalten Aus dem Börse Express vom 8. Juli 2008 |